Den November über durfte ich einen Freimonat Sky genießen und habe dementsprechend dort Filme geschaut:
Funny Games U.S.
Wanted
Kung Fu Panda
Funny Games U.S.
Mh? U.S.? Wir mögen keine komischen Zusätze und
Abkürzungen in Filmtiteln! Nun ja, ursprünglich wurden die lustigen
Spiele in Österreich gespielt. Hierbei handelt es sich um ein Remake
aus den Vereinigten Staaten, das auch in selbigen spielt, allerdings
zeichnet der gleiche, österreichische, Regisseur verantwortlich.
Funny Games ist vom Prinzip her eigentlich ein klassischer
Horrorfilm/Psychothriller, Subgenre „Kilelr mit derber Psychose mägen
Foltern und Quälen“. Ein Ehepaar (Naomi Watts und Tim Roth) will mit
seinem kleinen Sohn Urlaub im schmucken ferienhäuschen am See machen,
wird dabei aber von zwei perversen Jungschnöseln gestört, deren Hobby
es ist, leute zu psychisch foltern, physisch zu quälen und anschließend
zu entsorgen.
Nach ein wenig Vorgeplänkel kommt es zu einer Wette: Die beiden
Psychos wetten, dass die Familie in 12 Stunden nicht mehr am Leben sein
wird. Es entwickelt sich dann eine recht spannende Geschichte, die
allerlei brutale, berstörende, aber auch ein wenig übertriebene und
absurde Spielchen sowie das Zusammenspiel der beiden Störenfriede in
den Mittelpunkt stellt. Gerade dieses Zusammenspiel hat mich an Funny Games
fasziniert, beide Charaktere sind nämlich gut und interessant
ausgearbeitet, haben ihre Eigenheiten und kommen vor allem einfach
überzeugend krank rüber. Als Liebhaber verstörter, kaputter,
wahnsinniger Charaktere natürlich ein fest für mich, hier zuzuschauen.
Leider gibt es zwischendrin etwa 20 bis 30 Minuten, die völlig
belanglos und viel zu lang gezogen wirken, so wird dem Film
unnötigerwise das Tempo genommen und man fühlt sich als Zuschauer
vielleicht sogar ein wenig veräppelt. Ich zumindest habe mich gefragt
was das denn jetzt soll.
Dieser wirklich ärgerliche Teil des Films gleicht sich auf der
Pro/Contra-Waage in etwas aus mit den tollen Charakteren. Hinzu kommen
dann noch Elemente, bei denen sich der Film selbst nicht wirklich ernst
nimmt und die einfach komplett absurd und over the top sind. Stichworte
wären hier Musik und Rewind-Taste.
Ob man damit nun etwas anfangen kann oder nicht ist eine Frage des
persönlichen Geschmacks, aber da dies ein subjektives Weblog ist,
ergibt sich bei mit in der Summe aus solider Geschichte, klasse
Charakterzeichnung, bescheuerter Längen und stilistisch interessanten
ELementen eine Wertung von
7/10 Filmstarts.de-Kritik: 8/10 Bei filmszene.de: 4/10
Wanted
*Kopf abschalten, gemütliche Hose an, Bier, Chips oder ähnliches auf den Tisch, Mann sein*
*Rational-Modus an, auf Logik in Filmen bedacht, Aversion gegen abgedrehten Scheiß*
Angelina Jolie, Haut… Geil! Uninteressant
Waffen, absurde Action und harte Gewalt… Cool! Wie blööööd
Eine asburde, total unlogische Schickalsgeschichte… Egal! Ach wie idiotisch und störend
Um die Ecke schießen… Krass! Hä? Ich schalt gleich ab, das geht ja garnich!
Ein etwas hanebüchener Twist in der Story… Wär ich nie drauf gekommen, wow, überraschend! Hab ich schon kommen sehen, wie dumm
Gut gefilmte Verfolgungsjagden, aber völlig überdreht… Boah, nicht schlecht! Sieht ja gut aus, aber das geht doch alles nicht!
An diesen Film bin ich eindeutig als ersterer Typ rangegangen und wurde als Fan von Crank und Shoot ‘em Up
auch nicht enttäuscht, ich musste oft ob der unglaublich abgedrehten,
harten Actionsequenzen lachen, im positiven Sinne. Allerdings wird bei Wanted
nicht diese Stilsicherheit erreicht wie in den beiden anderen
Beispielen, und die „Storyüberraschung“ war auch Schmarrn, aber hey,
sie schießen um Ecken und es ist Angelina Jolie, die aus einem Bad
steigt!
7,5/10 Filmstarts.de-Kritik: 6/10 Bei filmszene.de: 7/10
Kung Fu Panda
Kung Fu Panda handelt von knuddeligen, trotteligen, schwarz-weißen
Pandabären Po, der eine Gans zum Vater hat (wie jetzt) und in dessen
Nudelsuppenrestaurant arbeitet. Po möchte aber viel lieber ein
megastarker KungFuKämpfer sein. Und wie es der Zufall, das Schicksal
oder auch der unbändige Wille (mit dem man ja alles erreichen kann,
Kids!) so will, wird Po zum legendären Drachenkrieger ernannt. Als
solcher soll er gemeinsam mit einer Schlange, einem Affen, einer
Tigerdame, einer Gottesanbeterin und einem Kranich den bösen bösen
Exschüler vom KungFuMeister besiegen. Da Po aber nur ein dicker fetter
Panda ist muss er erst trainieren, zu sich selbst finden und natürlich
merken, dass man mit festem Willen jeden Wunsch erreichen kann (denkt
dran, Kids!).
Dieses extreeeeeeeeeeeeem langweilige Grundgerüst wird zum Glück
nicht nur mit kinderfreundlichen Slapstickgags ausgefüllt, sondern auch
mit guten Kampfanimationen (ist natürlich ein Animationsfilm) und ein
paar coolen Sachen wie dem Schildkrötenmeister und der Anfangssequenz,
in der in Zeichentrick gekämpft wird und „awesome“ gesagt wird. Hebt
den Film immerhin noch auf „kann man mit den Kids oder jüngeren
Geschwistern oder Babysitterkindern oderoderoder anschauen wenn die
drauf bestehen“.
5/10 Filmstarts.de: 6/10 Filmszene.de: 6/10