Da wir jetzt schon Mitte November haben
und ich zu nichts komme, handele ich die zahlreichen Oktoberfilme jetzt
mal knapp ab. Einmal Kino und einige DVDs gab es:
Carriers
Memento
Cloverfield
Wall-E
Elizabethtown
Carriers @ UFA Palast Stuttgart
Ausgangssituation bei Carriers: Ein Virus hat große Teile der Menschheit ausgerottet, nur wenige Überlebende kämpfen um ihr leben. Einer Gruppe von Überlebenden folgt man in Carriers.
Diese besteht aus einem Liebespaar, dem Bruder der männlichen Hälfte
aus diesem und einer Freundin. Zusammen wollen sie die Küste erreichen,
um dort in Ruhe die Ruhe zu Ende erleben zu können. In einer Struktur
mit Elementen aus Roadmovie und Episodenfilm entspinnt sich eine nette
Schocker-bisschen-Psychohorror-Geschichte mit guten Momenten, den
erwarteten Problemen à la „helfen wir dem kleinen, infizierten
Mädchen?“, „was wenn sich einer von uns infiziert?“ und so weiter.
Reiht sich gut in das Genre ein, wird nicht langweilig, ohne dabei
etwas besonderes zu sein und bekommt
7/10 Punkte
Memento @ DVD
Was machst du, wenn du dich an jemandem per Mord rächen willst, aber
kein Kurzzeitgedächtnis hast? Du schreibst dir alles auf, machst Fotos
und so weiter. So macht das auch der Hauptcharakter hier, er hat ein
ausgeklügeltes System aus Zetteln, Fotos, Tatoos und dem unbedingten
Willen nach Vergeltung aufgebaut, um sein Ziel zu erreichen. Dabei gibt
es dann noch ein paar mysteriöse Personen, von denen man nie so recht
weiß, was sie denn wollen: helfen oder schaden?
Memento ist etwas anstrengend zu schauen, das liegt an der
unkonventionellen Erzählstruktur: Das Geschehen wird rückwärts erzählt.
Nichts für nebenbei also. Wer dran bleibt, wird aber mit einer
interessanten Geschichte und einem Nolan’schen Übertwist zum Ende
belohnt. Und diese Belohnung ist es echt wert!
9/10
Cloverfield @ DVD
Cloverfield war für mich sehr erfrischend. Keine RomCom, keine
Endzeitaction, kein Polizeithriller. Ein Monsterfilm! So richtig mit
Stadtzerstörung und allem! Ui, der Kopf der Freiheitsstatue fliegt in
den Häuserblock! Das alles gefilmt aus der Sicht einer wackeligen
Handkamera aus der Sicht eines etwas wackeligen Trottels. Recht nette
Charaktere, deren Hintergrundgeschichte sie noch sympathischer
erscheinen lässt. Beklemmende Atmosphäre = klasse Atmosphäre. Hints zu
den Hintergründen der Katastrophe im Film. Alles das ist toll, und dann
noch dieses Monster! Geiler Film, die ersten zwanzig Minuten könnten
eher langweilen, danach werden aber wohl nur Steine ungerührt auf dem
Stuhl sitzen, äh liegen bleiben.
9/10
Wall-E
Ein Pixar-Film, entsprechend hohe Erwartungen hatte ich an Wall-E. Ich könnte hier ewig schwärmen, aber mal nur so viel:
Allein die Anfangssequenz, die ohne Dialoge auskommt, ist grandios,
als Eva, Roboter Nummer 2, auftaucht wird es nur noch besser. Alles ist
zuckersüß, also nichts für die „Zeichentrick, Pixar und so ist
scheiße“-Leute. Die Musik von Michael Giacchino ist genial. Grandiose
satirische Kritik an den faulen, bequemlichen Säcken unserer
Gesellschaft. Tausend Kleinigkeiten und Details, die alles abrunden.
Leider ist die Story an sich meiner Meinung nach nicht ganz auf dem
Niveau von Ratatouille oder Oben, aber die Optik und allgemeine
Stimmung bringt Wall-E noch auf das Niveau von Ratatouille, und das sind
9/10 Punkte
Elizabethtown
Eine der romantischen Komödien die ich mag: Verrückte
Nebencharaktere, liebenswerte Hauptdarsteller, am Ende geht alles ein
wenig over the top. Orlando Bloom’s Charakter versaut sein erstes
eigenes Schuhdesign, wird gefeuert und muss seinen Vater in seiner
Heimatstadt beerdigen. Im „geht’s aber gut“. Im Flugzeug lernt er die
Frohnatur Kirsten Dunst kennen, und los geht’s. Wirklich verrückte
Situationen, ein ewiges Telefongespräch mit Sonennaufgangstreff, Lnyrd
Skynyrd’s Freebird im Regen und ein Raodtrip zum Glück mit der
roten Kappe haben mich voll überzeugt. Schöner Film, und Orlando Bloom
ist hier sooo toll! Gott ich hör mich an wie ein Mädchen…mh…okay:
Kirsten Dunst sieht gut aus mit dem roten Käppchen, Jungs
8/10