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Ein merkwürdiger Sinn für Humor - oder Sport ist Mord!

Autor: Vassago
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Auch wenn ich unter dem Thema Satire schreibe, sind alle Geschichten tatsächliche Ereignisse. In diesem Fall eines aus dem letzten Jahr

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Ein Merkwürdiger Sinn für Humor - oder Sport ist Mord!
von: Vassago |  02.08.2009 12:13:17
Frauen haben ja bekanntermaßen häufig einen recht eigenwilligen Sinn für Humor. Überdies sind wir auch noch ungemein kreativ. Wahrscheinlich heißt es deswegen auch "Mutter Natur" und nicht "Vater Natur". Und nur durch ebendiesen merkwürdigen Sinn für Humor in Verbindung mit unglaublicher Kreativität ist es zu erklären, warum mich Mutter Natur so geschaffen hat, wie sie es getan hat...
 
Ich sehe eigentlich recht sportlich aus. Ist an sich ja auch noch nichts Schlechtes, ganz im Gegenteil. Es führt nur leider immer wieder zu dem bedauerlichen Missverständnis, ich SEI auch sportlich. Und an dieser Stelle kommt Mutter Naturs unglaublicher Sinn für Humor ins Spiel. Ich bin nämlich ungefähr so sportlich wie eine Betonwand - obwohl, von der kann man einen Ball wenigstens noch vernünftig abprallen lassen...
 
Normalerweise komme ich mit diesem Umstand ausgesprochen gut zurecht. ICH weiß ja immerhin - und bin damit auch ganz zufrieden-, dass in jedem vernünftigen Wörterbuch neben dem Wort "Unsportlichkeit" ein Foto von mir abgebildet ist. Wenn da nur nicht meine von mir wirklich heißgeliebten Arbeitskollegen wären... Aus irgendeinem Grund hat es mich nämlich in ein sehr sportbegeistertes Team verschlagen, dass seine Freizeit regelmäßig bei irgendwelchen 10 km-, Halbmarathon-, Nacht- oder Airportläufen verbringt - falls sie nicht gerade bei 96 in der Fankurve sitzen, selbst Fußball spielen, "nur so zum Spaß" 1-2 Runden um den Maschsee laufen oder sich zu höherem berufen fühlen - sprich: irgendwo indoor oder outdoor klettern gehen!
 
Daher erstaunt es wohl auch nicht allzu sehr, dass meine Kollegen nach 2 doch eher ruhigen Jahren in diesem Jahr mal wieder einen "sportlichen" Teamausflug machen wollten. Ich persönlich hatte mich ja grade erst von dem - zugegeben sehr schönen und interessanten - Teamausflug 2007 erholt. Der übrigens nach einer ca. 2 Stündigen Stadtführung noch eine Besichtigung der AWD-Arena beinhaltet hatte! Aber gut, nachdem erwähnt wurde, dass man dort auch Minigolf spielen kann, klang ein Teamausflug in die Campo-Aktivarena ja auch für mich ganz brauchbar. Obwohl ich natürlich von Personen die mich näher kennen nach der Erwähnung unseres Ausflugsziels immer zu hören bekam "ist das nicht da wo die Leute sterben???". Ja, ist richtig. Deswegen haben sie dort ja auch jetzt einen Hochseilgarten mit Sicherheitsnetz (übrigens eine Weltneuheit!). Und da ich ja bekanntermaßen Höhenangst habe, gehe ich natürlich nicht in einen Hochseilgarten! Deswegen bin ich jetzt ja zum Glück auch nicht tot, sondern nur Krank geschrieben ;-)

Auf jeden Fall fand nun letzten Freitag unser Teamausflug statt. Und ich fuhr mit dem festen Vorsatz, dort mein Glück beim Minigolf spielen nicht über zu strapazieren, mit. Leider hatte ich nicht mit der Überredungskunst meiner Kollegen gerechnet. Also schnappte ich mir als erstes einen Tube (ein luftgefüllter Gummireifen, Einigen sicher von den Riesenrutschen in Wasserparks und einigen Schwimmbädern bekannt) und stapfte eine Rampe hoch - um dann in 12m Höhe festzustellen, dass ich WIRKLICH Höhenangst habe. Ebenso wurde mir klar, dass ich vor einer Sache noch deutlich mehr Angst hatte, als vor dem Runterrutschen (das geht ja wenigstens schnell!) - und zwar die Rampe zu Fuß wieder runter zu müssen. Dabei klappt nämlich der alte "bloß-nicht-nach-unten-gucken-Trick" nicht! Also ab in den Reifen und unter panischem Geschrei die Rutsche runter. Und weil das Runterrutschen doch viel Spaß gemacht hat, gleich noch 2 weitere Male hinterher!
 
Dann ging es mit dem nächsten Programmpunkt weiter: Trampolinspringen! Davor hätte ich mich eventuell ja noch drücken können, aber meine überaus überredungskundige Kollegin hatte praktischer Weise ein zweites Paar Turnschuhe mit - und das sogar in meiner Größe. Also gab es keine Ausreden mehr - ab aufs Trampolin. Interessanter Weise kann man sogar auf einem Trampolin latente Höhenangst bekommen. Und es ist höllisch anstrengend. Und man schrubbt sich die Ellenbogen auf, wenn man ein kurzärmliges T-Shirt trägt. Aber durch das vorher beim Rutschen ausgeschüttete Adrenalin in Verbindung mit dem Anschließend gebildeten Endorphin merkt man die Schmerzen eigentlich gar nicht so doll. Bedauerlicherweise führt diese fatale Kombination auch dazu, dass man (also ICH) vergisst, dass man eigentlich so rein gar kein sportliches Talent besitzt.
 
Daher haben meine Kollegin und ich - nach einer kurzen Erholungspause bei Cola für uns und Zigarette für mich - 3 weiteren Runden auf dem "Tube Racer" absolviert und sind dann sofort wieder zum Trampolin gestürmt. Um dort dann - provoziert durch 2 gekonnt hüpfende Kinder - immer mutiger zu werden. "Versuch mal dich auf den Hintern fallen zu lassen und gleich wieder aufzustehen". Und ich versuchte. Und schaffte es sogar beim ca. 20. Versuch. Leider hatte sich meine Kollegin grade umgedreht. Also weitere Versuche und endlich der nächste Erfolg. Und wenn meine Kollegin nicht grade zu den uns von oben beobachtenden Kollegen hingeschaut hätte, hätte sie es sogar gesehen. Aber wie ich ja schon einmal erwähnt hatte, bin ich recht zielstrebig. Also immer weiter versuchen und nochmal geschafft. Genau in dem Moment als meine Kollegin zur Seite schaute und "huhu Carsten" rief... Begleitet von einem freundlichen Winken! Es folgte eine kurze Diskussion über mangelnde Aufmerksamkeit. Und dann - ich schaffte es wieder! Während meine Kollegin sich zu Säsch drehte und ihn fragte "was hast du grade gesagt"... Also gut, obwohl ich inzwischen keuchte wie ein verfetteter Mops, kurze Ermahnung an meine Kollegin doch bitte hinzugucken und weiter im Text. Ich schaffte es noch 2 weitere Male. Beim ersten Mal hatte sie das Gleichgewicht verloren und kämpfte grade damit nicht gegen das Seitennetz zu hüpfen. Aber dann, beim letzten geglückten Versuch SAH SIE TATSÄCHLICH HIN!!! 
 
Im Glückstaumel, dass sie es endlich gesehen hatte verließ ich das Trampolin. Um beim anschließenden Schuhwechsel festzustellen, dass ich mich nicht mehr nach rechts runter beugen konnte... Gut ich hatte logischerweise mitbekommen, dass der eine Versuch völlig daneben gegangen war. Nach dem auf-den-Hintern-fallen-lassen folgte eine ungeplante fast-Rolle-rückwärts. Und an den Rippen hatte ich danach auch ein etwas dumpfes Gefühl. Aber - dank des Adrenalin-Endorphin-Cocktails - keine Schmerzen. Die kamen erst im Laufe des restlichen Tages. Und führten mich am darauf folgenden Montag in die Praxis meines Chirurgen. Diagnose: Rippenprellung! Es mag unglaublich klingen, aber ich habe es tatsächlich geschafft, mir an MIR SELBST (!) die Rippen zu prellen...
 

Tags: 

Vassago,Sport,Unfall,Betriebsausflug,Kollegen,Arbeit,Trampolin,Camp-Aktivarena

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