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Film und Fernsehen

Autor: M_C
Bewertung: 6,00 | 2 Stimmen
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Filme im... März 10
von: M_C |  13.04.2010 20:25:02

Kino:

In meinem Himmel

Männer die auf Ziegen starren

DVD:

Dr. Seltsam oder wie ich lernte die Bombe zu lieben

In meinem Himmel @ Cinemaxx Stuttgart

In "The Lovely Bones", wie In meinem Himmel im Original heißt, war ich zusammen mit meinen Eltern, die den Film gerne sehen wollten, und, Schwabe wie ich bin, dachte ich mir: Für lau lasse ich mir den neuen Film von Starregisseur Peter Jackson (Herr der Ringe, King Kong) sicher nicht entgehen.

Zur Geschichte: In meinem Himmel basiert auf einem Roman und handelt vom Mord an einem jungen Mädchen, Susie, welches von da an aus in einer Art Zwischenwelt zwischen Himmel und Erde das weiter Leben ihrer Familie und die verzweifelte Suche nach ihrem Mörder beobachtet.

Grundsätzlich zu loben ist die Regiearbeit Jacksons. Der Mann weiß einfach, wie er Bilder möglichst eindrucksvoll, passend und berührend komponieren muss, dies war schon bei seinen vorherigen Filme zu sehen. Auch hier zeigt sich wieder sein herausragendes Gespür für Szenenkomposition, etwa bei der Mordszene.

So weiß das Gesamtbild der Szenen "auf der Erde" ganz gut zu gefallen. Trotz Mark Wahlberg, der, obwohl hier als gebrochener Vater ganz annehmlich, wohl nie mehr zum großen Charakterdarsteller wird. Und auch trotz leichtem Hang zu Vorhersehbarkeit und Kitsch, aber das wird zum Glück durch tolle Szenen mit Susan Surandon als kaputte, aber lebensfrohe Großmutter immer wieder aufgefrischt wird.

Etwas saurer stoßen mir da schon die überladene, inkonsequente Darstellung der Zwischenwelt auf (Mal alles bunt im Alice- bzw Parnassus-Style, dann wieder düster-mysteriös?) und vor allem die fehlende Ausarbeitung interessanter Handlungsstränge. Natürlich konzentriert sich alles auf die Suche nach dem Mörder und die verzweifelte Familie sowie Susies Erlebnisse im Himmel, aber gleichzeitig verlaufen das eigentlich wichtige Schicksal von Susies großer Liebe und der höchst interessanten Schwarzhaarigen, die Susies Anwesenheit spürt, fast komplett im Sande. Desweiteren bleibt Susie nur tatenlose (verständlich) und ziemlich blasse, fast emotionslose (da wäre doch sicher mehr aus dem Roman zu holen gewesen) Beobachterin.

Diese Kritikpunkte kann ein Fan des Buches vielleicht widerlegen, aber der Film leidet für mich doch relativ stark an dem allgemeinen Problem von Buchverfilmungen und weiteren, kleinen Mängeln, wobei die auffallend gute, saubere Regiearbeit und das recht stimmige Gesamtbild der Optik und Haupthandlung dies doch wieder zumindest zum Teil wett machen. Meine Art von Film ist's insgesamt aber nicht, muss ich dazu sagen.

6/10

--

Männer die auf Ziegen starren @ Ufa Stuttgart

Ewan McGregor, Jeff Bridges, Kevin Spacey? Allesamt klasse Schauspieler!

George Clooney durchgeknallt und mit Schnauzbart? Immer wieder ein Sahnehäubchen für Filme.

Hippiesoldaten, die sich selbst als Jedikrieger bezeichnen und Ziegen mit Blicken töten können?  Ich will diesen Film sehen!

Dies alles dachte ich mir bei Sichtung des Trailers (*klick*) und war nach ungefähr hundertmaligem Sehen desselbigen aber mal sowas von heiß auf den Film. 

Nun kann man allerdings The Men Who Stare At Goats eine Sache vorwerfen, die vielen Komödien zum Verhängnis wird und mir nach wohl schon iflationärem trailergenuss auch auffiel: Die besten Szenen werden im Trailer verbraten. Leider ist dies der Fall, hätte der gesamte Film das Niveau dieser paar Szenen, dann wäre es ein Meilenstein!

Zum Verhängnis wird diese Tatsache dieser absurden Komödie (bitte keine bissige Satire erwarten, totz Realitätsbezugs!) aber auch nicht ganz, es gibt immernoch genug Brüller auch abseits der bekannten und gängigen Gags, etwa den "Predator", eine unscheinbare Folterwaffe, oder den bei mir bereits in den Alltagsgebracuh eingegangenen Kung-Fu-Angriff "Dim Mak", der zum Tod führt - man weiß nur nicht wann dieser Eintritt. Ist aber auch hinterhältig!

Was bleibt ist einer der grandiosesten Trailer seit langer Zeit und bizarrer Humor, der sicher nicht jedem gefällt. Sollte man aber ein Faible für Hippie- und Durchgeknalltengags haben, dann ist dieser Film eine echte Empfehlung zumindest für den DVD-Kauf, ein absoluter Überflieger aber mit Sicherheit nicht.

7/10

--

Dr. Strangelove or how I learned to stop worrying and love the bomb @ DVD

Langer und komischer Titel, gibt aber schon einen Ausblick darauf, was einem bei Stanley Kubricks Klassiker erwartet.

Und das ist nicht weniger als das für mich perfekte Besipiel, wie eine Satire aussehen sollte. Bissig, mit intelligentem Humor, abgedreht und dadurch gleichzeitig kritisch, gut besetzt (Peter Sellers absolt genial, und das in mehreren Rollen) und auch mit besonderen Alleinstellungsmerkmalen (hier z.B. allein schon die Grundidee und die Figut des Dr. Seltsam).

Es geht darum, dass ein größenwahnsinniger, paranoider US-General eines Tages sämtlichen Bomber der Vereinigten Staaten auf die Sowjetunion losschickt. Aus verschiedenen Gründen klappt der Rückruf nicht, weswegen sich der Präsident ersteinmal telefonisch an den, unpraktischerweise gerade in trunkenen Feierlichkeiten steckenden, russischen Präsidenten wenden muss. Dr. Strangelove, ein mit wichtigen wissenschaftlichen Informationen, aber auch einem eigenständigem rechten Arm und einer immer noch vorhandenen Ergebenheit zu seinen ehemaligen Nazi-Arbeitgebern ausgestattet, könnte vielleicht helfen, gleichzeitig bereitet sich aber auch schon ein Flugzeug voller patriotischer Rednecks auf den Abwurf vor...

Ich betone hier mal: Dieser Film ist der Wahnsinn. Ich habe selten so gelacht, und hier gibt es keine platten Gags. Was hier allein im Telefongespräch der beiden Präsidenten abgeht ist unglaublich. Brilliante Dialoge und Geschehnisse sowie Charaktere der groteskesten Art und Weise karikieren hier grandios das Militär und die Außenpolitik der damaligen Zeit (1964 erschienen).

Wer Lust auf Satire und intelligenten Humor hat: Must see!

10/10
 

Tags: 

In meinem Himmel, Peter Jackson, Männer die auf Ziegen starren, George Clooney, Dr. Seltsam

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Filme im... Februar 10
von: M_C |  12.04.2010 19:11:01

Sherlock Holmes

Selbstverständlich Kino. Gute Optik des alten London, ein guter Robert Downey Jr. im Zusammenspiel mit Jude Law als Watson. Heraus sticht die gut umgesetzte Action und der tief und überzeugend gezeichnete Charakter von Holmes. Kann man sich ja fast mit identifizieren ;). Gestört hat mich einzig die allgemeine Grundthematik der Geschichte, Schwarze Magie ist nicht so meins.

8/10

--

Up In The Air

Wieder Kino, wieder ein toller Hauptdarsteller, diesmal George Clooney als Vielflieger mit interessantem Lebensinhalt. Das ist so ein Film, der mir einfach alles gibt: Klasse Regie, gut ausgearbeitete Dialoge, herausragende Darsteller (George Clooney bringt mich mit einem ein fach Zucken des Mundwinkels zum Lachen), subtiler Humor und zu guter letzt etwas zum Nachdenken, ein paar Gedanken zu Menschen und Leben an sich. Toll, toll, toll. Anschaun!

9/10

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Iron Man

Kurz: Eine der besten Superheldenfilme. Warum? Vor allem wegen Robert Downey Jr. Der Mann ist 'ne coole Sau, und genau als solche schafft er es, Tony Stark aka Iron Man rüberzubringen. Dementsprechend ist auch der Stil des Films, macht sehr viel Spaß zu schauen, vielleicht flacht das Finale etwas ab in Sachen Spektakel, was aber zu verschmerzen ist. Freue mich auf Teil 2!

8,5/10

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Burn After Reading

Agent wird gefeuert, schreibt Memoiren, diese geraten in die Hände von zwei grenzdebilen Fitnessstudiomitarbeitern, die versuchen daraus Profit zu schlagen. Regie von den Coen-Brüdern, also ist eine abgedrehte Handlung mit Missverständnissen und komischen Zwischenfällen vorprogrammiert. Am besten sind die Gebrüder Coen, wenn sie sen Film sich selbst zitieren lassen, ansonsten bis auf einen lustigen Brad Pitt ("Shiiiit. Shiiiit.") und einen fluchenden John Malkovich ("What the Fuck?") nichts besonders herausragendes, aber wirklich gute Unterhaltung mit guten Einfällen.

7,5/10

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Herr Lehmann

Die Geschichte um Herrn Lehmann und wie er den Alltag mit Bier und Weisheiten meistert ist ganz nett, hat mir vor allem mal wieder gezeigt, warum ich Christian Ulmen so sehr mag, insgesamt wirkt der Film aber zu altmodisch und vom Tempo her zu langsam, um höheres zu erreichen als Atmosphäre zu schaffen. Diese kann dann aber bei passendemPublikum (bei mir zum Beispiel) doch noch ankommen, wobei die Geschichte oder die Charaktere an sich leider ein wenig zu belanglos wirken, mehr (nicht versteckte, sondern bemerkbare!) Tiefe hätte gut getan, weiß nicht wie das evtl. bei der Romanvorlage aussieht.

6/10

 

Tags: 

Sherlock Holmes, Up In The Air, Clooney, Downey Jr, Iron Man, Burn After Reading, Herr Lehmann

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Filme im… Januar 10 – 4x Kinder, 1x Erwachsen
von: M_C |  15.02.2010 00:17:39

Für den Januar hatte ich mir von meinem kleinen Cousin ein paar Animationsfilme ausgeliehen, außerdem gab’s einen ‘Horrorfilm’:

Monsters vs. Aliens

Bolt

Horton hört ein Hu!

Shrek der Dritte

The Strangers

Monsters vs. Aliens

Von Monsters vs. Aliens war ich wirklich höchst positiv überrascht. Trotz natürlich kinderfeundlichen Animationszutaten hat der Film alles, was eine gute und intelligente Komödie braucht. Die Story um von der Regierung eingesperrte “Monster”, die eine Alieninvasion abwehren sollen ist zwar  nicht besonders originell oder spannend. Sie ist jedoch gespickt mit tollen humoristischer Einfällen sowie tollen Anspielungen auf allerlei Science-Fiction Filme, bei denen ich mich teilweise wirklich gekringelt habe vor lachen. Zudem begeistern die skurril-sympathischen Charaktere mit tollen (englischen) Synchronsprechern (Seth Rogen als debiler Schleimhaufen, Hugh Laurie (!) als verrückter Kakerlakenprofessor). Alles in allem höchst empfehlenswert.

8/10

Bolt

“Ein Hund für alle Fälle” ist mal Disney Animationsfilm ohne Mitwirken des grandiosen Pixarstudios, aber auch so machen sie einen ganz akzeptablen Jobs. Bolt weiß in genau den Disziplinen zu überzeugen, in denen Monsters vs. Aliens ein wenig abfällt: Die Animationen und Effekte sind wirklich schön anzusehen und es gibt eine recht interessante Grundidee: Bolt ist ein Hund, er spielt zusammen mit seinem Frauchen die Hauptrolle in einer Actionserie. Innerhalb der fiktiven Serie hat er Superkräfte, mit denen er auch in der realen Welt versucht, sein Frauchen zu beschützen und die fiesen Katzen des “Bösewichtes” zu vertreiben. Als er zufällig in das wirklich Leben gerät, lernt er langsam, dass er garnicht so super ist.

Bei allen positiven Aspekten, bei denen auch noch der tolle Hamster-Sidekick Rino zu erwähnen wäre, bleibt aber immer noch eine vorhersehbare Geschichte und der ständig präsente, klebrige Disney-Zuckerguss zu bemerken. Trotzdem einen Blick wert.

7/10

Horton hört ein Hu!

Die an sich süße Idee eines Elefenaten, der eine Miniaturwelt mit Minaturmenschen vor den ignoranten Dschungelbewohnern beschützen will, ist für mich nicht ganz glücklich umgesetzt. Animationstechnisch auf Durschschnittsniveau, gute Nebencharaktere werden nicht konsequent geung verwendet und das Aussehen der “Hus” und dem Hauptbösewicht, dem Känguruh” stören mich, sieht meiner Meinung nach einfach abstoßend komisch aus, ganz irrational begründet. Dank der netten Elefanten und der klar erkennbaren Moral am Ende für Kinder sicher durchaus interessant und relevant, für mich nicht unbedingt etwas. Ausnahmsweise objektiv gesehen:

6/10

Shrek the Third

Der dritte Shrek-Teil, und so langsam sind Verschleißerscheinungen zu sehen. Keine Spannung, die Gags zünden nicht mehr so wirklich, die wenigen für mich erkennbaren Satireversuche gehen meiner Meinung nach daneben (Merlin als verrückter Zauberer…ja, lustig, is klar) und auch sonst passt irgendwie nichts so richtig. Schadem Teil 2 war toll, hier hab’ ich mich wirklich gelangweilt.

3/10

The Strangers

Jetzt das Kontrastprogramm zur Animationsfröhlichkeit: Horror, FSK 18, “Unrated”. Da erwartete ich mir eigentlich gute Unterhaltung und leichten Grusel, wurde aber komplett enttäuscht. Ich dachte eigentlich, bei dem Gerüst “Pärchen allein daheim, Killer wollen rein” kann man nicht viel falsch machen. Und eigentlich beginnt es ganz gut, das Paar hat einen interessanten Hintergrund, und es gibt sogar eine grandios gute Einstellung, in der ganz subtil versteckt echter Grusel aufgebaut wird.

Davon abgesehen passiert aber nicht. Plumpe Schockeffekte. Fehlender Tiefgang. Dazu nichtmal eklige Morde oder sonstiger Gore. Vorweggenommenes Ende. Und wo zur Hölle bleibt denn die Motivation der Täter? Wir erfahren nicht, warum die das tun. Das stört.

“Ein Höhepunkt des Horror-Kinos, der Hochspannung mit ausgefeilter Optik und psychologischem Tiefgang verbindet” verspricht der Verpackungstext. Die ausgefeilte Optik muss ich dem Film wirklich zu gute halten, bis auf den erwähnten guten Beginn ist das hier aber eine der wenigen Fehlinvestitionen in meiner Sammlung.

4/10

 

Tags: 

Animation, Bolt, DVD, Horton hört ein Hu!, Monsters vs. Aliens, Shrek der Dritte, The Strangers

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Wo die wilden Kerle wohnen
von: M_C |  12.02.2010 22:49:25

Wo die wilden kerle wohnen (Where the wild things are) @ Ufa Stuttgart

Zunächst muss ich ein wenig ausholen.

Anders als meine Mutter und so manch anderer dachte, ist Wo die wilden Kerle wohnen nicht "das mit den Ochsenknechts", es handelt sich um die Verfilmung eines in Amerika sehr bekannten und beliebten Kinderbuches, das vor allem aus Bildern mit nur wenig Text garniert besteht.

Der Film lief seit Anfang/Mitte Dezember, und seit dem ersten Trailer den ich gesehen hatte war ich Feuer und Flamme. Fantasievolle Geschichten mit Herz haben mich einfach immer schnell, vor allem wenn da ein kleiner Junge im Wolfskostüm rumrennt. Als ich dann noch erfuhr, dass Karen O. von den Yeah Yeah Yeahs den Soundtrack beisteuert, war klar dass ich den Film sehen musste. Aus Anfang/Mitte Dezember wurde dann aber Ende Dezember, ich fand in den ferien weder Zeit noch Begleitung. Mitte Janaur lief der Film dann schon in unseren Kinos aus (ist halt kein Blockbuster), und ich war genötigt, in die letzte mögliche Vorstellung (!) um 12.00 Uhr mittags (!!) in den Ferien(!!!) zu gehen. Hier, warum es sich gelohnt hat, zunächst einmal die Geschichte:

Max ist jung, verspielt (Wolfskostüm!), aufgeweckt, Wie ein 12-jähriger Junge eben ist. Nur ist er ziemlich allein. Seine große Schwester ignoriert ihn, ihre Freunde behandeln ihn auch nicht gerade gut. Und von seiner Mutter kann er auch nichts erwarten, die ist in ihrer Arbeit versunken und hat zusätzlich auch noch einen neuen Freund. Eines Tages aber geht alles zu weit, die Freunde von Max' Schwester zerstören sein Iglu, er revanchiert sich mit der Zerstörung ihres Zimemrs. Seine Mutter hat wieder kein Ohr für ihn, hinzu kommt der neue, ungeliebte Mann im Haus. Was macht man also als gestandener Wolfsjunge im Streit mit seiner fiesen Mutter? Man beisst sie.  Mutti ist natürlich nicht begeistert, udn auch Max realisiert schnell dass das wohl nicht die richtige Reaktion war. Er bekommt Schuldgefühle und rennt weg.

Weit weg, bis er an einem Ufer ein Boot findet. Er steigt ein, fährt los... und landet auf einer unbekannten Insel. Dort trifft er auf die Wild Things beziehungsweise Wilden Kerle, große, tierähnliche Monster, die auf den ersten Blick bedrohlich wirken, aber eigentlich ganz nett sind. Max wird zu ihrem König gekrönt und genießt nun ein glückliches Leben umgeben von Freunden, sieht sich als König aber auch mit zwischenmonsterlichen Problemen konfrontiert.

Ich nahm also im Kino in der letzten Reihe Platz, mein geliebtes salziges Popcorn in der Hand, um mich herum ausschließlich Mütter mit ihren Kindern, Alter 9-12 würde ich sagen. Und was dann passierte, sowohl auf der Leinwand als auch im Saal, war Magie:

Zunächst einmal erschafft Regisseur Spike Jonze unglaublich tolle Bilder. Vom Design der Kerle über den cleveren Lichteinsatz bis hin zur tollen Farbgebung auf der Insel, da stimmt alles, und einige eindrucksvolle Setideen lassen einen als Zuschauer einfach nur staunen.

Was aber noch beeindruckender war, war die Magie, die die Geschichte, ihr Verlauf und die Dialoge entfalten. Wenn der kleine Max seiner Mutter eine Geschichte von einem Vampir, dem die Zähne ausfallen und den anschließend niemand mehr mag, erzählt, dabei aber eigentlich seien eigene traurige Situation ausdrücken will, da lauschen sowohl meine als Kinderohren ganz wachsam. Und wenn dann die wilden kerle zusammen mit ihren neugekrönten König ein wenig spaßige Verwüstung anrichten und sich anschließend zum Nickerchen übereinanderlegen, da schmunzeln auch die Eltern ob dieser positiv süßen Bilder, und da wird der Junge, der bei den Trailern vor dem Film seine Klappe nicht halten konnte, ganz still und bekommt große Augen.

Bestes Beispiel aber dass der Film bei Kindern wirkt, ist folgender Dialog: "Aaah, Mama, des is doch wie mit seiner Mutter, die hat auch des gleiche gesagt" - "Ja, Schatz, stimmt" - "Mh, cool. Hoffentlich lernt er etwas daraus."

Was ich ausdrücken will, ist dass der Film Faszination, Mitteilung und Moral sowie handwerklich perfekte Umsetzung vereinbart. Kinder können genießen und etwas mitnehmen, und trotz der klaren Grundausrichtung "Familienfilm" war auch ich begesitert und fasziniert. Es entsteht einfach eine tolle Stimmung, nicht zuletzt auch durch die immer passende Musik.

Am Ende der Geschichte kehrt Max nach Hause zurück. Verändert durch seine Erlbenisse mit den Wilden Kerlen, verändert in seiner Sicht der Welt und Familie.

Auch ich bin verändert nach Hause gekommen.

9,5/10
 

Tags: 

Wo die wilden Kerle wohnen, Where The Wild Things Are, Spike Jonze, Familienfilm, Kino

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