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Film und Fernsehen

Autor: M_C
Bewertung: 6,00 | 2 Stimmen
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Filme im... November 09
von: M_C |  09.12.2009 17:48:45

Den November über durfte ich einen Freimonat Sky genießen und habe dementsprechend dort Filme geschaut:

Funny Games U.S.

Wanted

Kung Fu Panda

Funny Games U.S.

Mh? U.S.? Wir mögen keine komischen  Zusätze und Abkürzungen in Filmtiteln! Nun ja, ursprünglich wurden die lustigen Spiele in Österreich gespielt. Hierbei handelt es sich um ein Remake aus den Vereinigten Staaten, das auch in selbigen spielt, allerdings zeichnet der gleiche, österreichische, Regisseur verantwortlich.

Funny Games ist vom Prinzip her eigentlich ein klassischer Horrorfilm/Psychothriller, Subgenre „Kilelr mit derber Psychose mägen Foltern und Quälen“. Ein Ehepaar (Naomi Watts und Tim Roth) will mit seinem kleinen Sohn Urlaub im schmucken ferienhäuschen am See machen, wird dabei aber von zwei perversen Jungschnöseln gestört, deren Hobby es ist, leute zu psychisch foltern, physisch zu quälen und anschließend zu entsorgen.

Nach ein wenig Vorgeplänkel kommt es zu einer Wette: Die beiden Psychos wetten, dass die Familie in 12 Stunden nicht mehr am Leben sein wird. Es entwickelt sich dann eine recht spannende Geschichte, die allerlei brutale, berstörende, aber auch ein wenig übertriebene und absurde Spielchen sowie das Zusammenspiel der beiden Störenfriede in den Mittelpunkt stellt. Gerade dieses Zusammenspiel hat mich an Funny Games fasziniert, beide Charaktere sind nämlich gut und interessant ausgearbeitet, haben ihre Eigenheiten und kommen vor allem einfach überzeugend krank rüber. Als Liebhaber verstörter, kaputter, wahnsinniger Charaktere natürlich ein fest für mich, hier zuzuschauen.

Leider gibt es zwischendrin etwa 20 bis 30 Minuten, die völlig belanglos und viel zu lang gezogen wirken, so wird dem Film unnötigerwise das Tempo genommen und man fühlt sich als Zuschauer vielleicht sogar ein wenig veräppelt. Ich zumindest habe mich gefragt was das denn jetzt soll.

Dieser wirklich ärgerliche Teil des Films gleicht sich auf der Pro/Contra-Waage in etwas aus mit den tollen Charakteren. Hinzu kommen dann noch Elemente, bei denen sich der Film selbst nicht wirklich ernst nimmt und die einfach komplett absurd und over the top sind. Stichworte wären hier Musik und Rewind-Taste.

Ob man damit nun etwas anfangen kann oder nicht ist eine Frage des persönlichen Geschmacks, aber da dies ein subjektives Weblog ist, ergibt sich bei mit in der Summe aus solider Geschichte, klasse Charakterzeichnung, bescheuerter Längen und stilistisch interessanten ELementen eine Wertung von

7/10 Filmstarts.de-Kritik: 8/10   Bei filmszene.de: 4/10

Wanted

*Kopf abschalten, gemütliche Hose an, Bier, Chips oder ähnliches auf den Tisch, Mann sein*

*Rational-Modus an, auf Logik in Filmen bedacht, Aversion gegen abgedrehten Scheiß*

Angelina Jolie, Haut… Geil! Uninteressant

Waffen, absurde Action und  harte Gewalt…  Cool!  Wie blööööd

Eine asburde, total unlogische Schickalsgeschichte…  Egal!   Ach wie idiotisch und störend

Um die Ecke schießen… Krass!  Hä? Ich schalt gleich ab, das geht ja garnich!

Ein etwas hanebüchener Twist in der Story… Wär ich nie drauf gekommen, wow, überraschend!  Hab ich schon kommen sehen, wie dumm

Gut gefilmte Verfolgungsjagden, aber völlig überdreht… Boah, nicht schlecht! Sieht ja gut aus, aber das geht doch alles nicht!

An diesen Film bin ich eindeutig als ersterer Typ rangegangen und wurde als Fan von Crank und Shoot ‘em Up auch nicht enttäuscht, ich musste oft ob der unglaublich abgedrehten, harten Actionsequenzen lachen, im positiven Sinne. Allerdings wird bei Wanted nicht diese Stilsicherheit erreicht wie in den beiden anderen Beispielen, und die „Storyüberraschung“ war auch Schmarrn, aber hey, sie schießen um Ecken und es ist Angelina Jolie, die aus einem Bad steigt!

7,5/10 Filmstarts.de-Kritik: 6/10   Bei filmszene.de: 7/10

Kung Fu Panda

Kung Fu Panda handelt von knuddeligen, trotteligen, schwarz-weißen Pandabären Po, der eine Gans zum Vater hat (wie jetzt) und in dessen Nudelsuppenrestaurant arbeitet. Po möchte aber viel lieber ein megastarker KungFuKämpfer sein. Und wie es der Zufall, das Schicksal oder auch der unbändige Wille (mit dem man ja alles erreichen kann, Kids!) so will, wird Po zum legendären Drachenkrieger ernannt. Als solcher soll er gemeinsam mit einer Schlange, einem Affen, einer Tigerdame, einer Gottesanbeterin und einem Kranich den bösen bösen Exschüler vom KungFuMeister besiegen. Da Po aber nur ein dicker fetter Panda ist muss er erst trainieren, zu sich selbst finden und natürlich merken, dass man mit festem Willen jeden Wunsch erreichen kann (denkt dran, Kids!).

Dieses extreeeeeeeeeeeeem langweilige Grundgerüst wird zum Glück nicht nur mit kinderfreundlichen Slapstickgags ausgefüllt, sondern auch mit guten Kampfanimationen (ist natürlich ein Animationsfilm) und ein paar coolen Sachen wie dem Schildkrötenmeister und der Anfangssequenz, in der in Zeichentrick gekämpft wird und „awesome“ gesagt wird. Hebt den Film immerhin noch auf „kann man mit den Kids oder jüngeren Geschwistern oder Babysitterkindern oderoderoder anschauen wenn die drauf bestehen“.

5/10 Filmstarts.de: 6/10   Filmszene.de: 6/10

 

Tags: 

Funny Games, Wanted, Kung Fu Panda

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Filme im... Oktober 09
von: M_C |  15.11.2009 17:04:02

Da wir jetzt schon Mitte November haben und ich zu nichts komme, handele ich die zahlreichen Oktoberfilme jetzt mal knapp ab. Einmal Kino und einige DVDs gab es:

Carriers

Memento

Cloverfield

Wall-E

Elizabethtown

Carriers @ UFA Palast Stuttgart

Ausgangssituation bei Carriers: Ein Virus hat große Teile der Menschheit ausgerottet, nur wenige Überlebende kämpfen um ihr leben. Einer Gruppe von Überlebenden folgt man in Carriers. Diese besteht aus einem Liebespaar, dem Bruder der männlichen Hälfte aus diesem und einer Freundin. Zusammen wollen sie die Küste erreichen, um dort in Ruhe die Ruhe zu Ende erleben zu können. In einer Struktur mit Elementen aus Roadmovie und Episodenfilm entspinnt sich eine nette Schocker-bisschen-Psychohorror-Geschichte mit guten Momenten, den erwarteten Problemen  à la „helfen wir dem kleinen, infizierten Mädchen?“, „was wenn sich einer von uns infiziert?“ und so weiter. Reiht sich gut in das Genre ein, wird nicht langweilig, ohne dabei etwas besonderes zu sein und bekommt

7/10 Punkte

Memento @ DVD

Was machst du, wenn du dich an jemandem per Mord rächen willst, aber kein Kurzzeitgedächtnis hast? Du schreibst dir alles auf, machst Fotos und so weiter. So macht das auch der Hauptcharakter hier, er hat ein ausgeklügeltes System aus Zetteln, Fotos, Tatoos und dem unbedingten Willen nach Vergeltung aufgebaut, um sein Ziel zu erreichen. Dabei gibt es dann noch ein paar mysteriöse Personen, von denen man nie so recht weiß, was sie denn wollen: helfen oder schaden?

Memento ist etwas anstrengend zu schauen, das liegt an der unkonventionellen Erzählstruktur: Das Geschehen wird rückwärts erzählt. Nichts für nebenbei also. Wer dran bleibt, wird aber mit einer interessanten Geschichte und einem Nolan’schen Übertwist zum Ende belohnt. Und diese Belohnung ist es echt wert!

9/10

Cloverfield @ DVD

Cloverfield war für mich sehr erfrischend. Keine RomCom, keine Endzeitaction, kein Polizeithriller. Ein Monsterfilm! So richtig mit Stadtzerstörung und allem! Ui, der Kopf der Freiheitsstatue fliegt in den Häuserblock! Das alles gefilmt aus der Sicht einer wackeligen Handkamera aus der Sicht eines etwas wackeligen Trottels. Recht nette Charaktere, deren Hintergrundgeschichte sie noch sympathischer erscheinen lässt. Beklemmende Atmosphäre = klasse Atmosphäre. Hints zu den Hintergründen der Katastrophe im Film. Alles das ist toll, und dann noch dieses Monster! Geiler Film, die ersten zwanzig Minuten könnten eher langweilen, danach werden aber wohl nur Steine ungerührt auf dem Stuhl sitzen, äh liegen bleiben.

9/10

Wall-E

Ein Pixar-Film, entsprechend hohe Erwartungen hatte ich an Wall-E.  Ich könnte hier ewig schwärmen, aber mal nur so viel:

Allein die Anfangssequenz, die ohne Dialoge auskommt, ist grandios, als Eva, Roboter Nummer 2, auftaucht wird es nur noch besser. Alles ist zuckersüß, also nichts für die „Zeichentrick, Pixar und so ist scheiße“-Leute. Die Musik von Michael Giacchino ist genial. Grandiose satirische Kritik an den faulen, bequemlichen Säcken unserer Gesellschaft. Tausend Kleinigkeiten und Details, die alles abrunden.

Leider ist die Story an sich meiner Meinung nach nicht ganz auf dem Niveau von Ratatouille oder Oben, aber die Optik und allgemeine Stimmung bringt Wall-E noch auf das Niveau von Ratatouille, und das sind

9/10 Punkte

Elizabethtown

Eine der romantischen Komödien die ich mag: Verrückte Nebencharaktere, liebenswerte Hauptdarsteller, am Ende geht alles ein wenig over the top. Orlando Bloom’s Charakter versaut sein erstes eigenes Schuhdesign, wird gefeuert und muss seinen Vater in seiner Heimatstadt beerdigen. Im „geht’s aber gut“. Im Flugzeug lernt er die Frohnatur Kirsten Dunst kennen, und los geht’s. Wirklich verrückte Situationen, ein ewiges Telefongespräch mit Sonennaufgangstreff, Lnyrd Skynyrd’s Freebird im Regen und ein Raodtrip zum Glück mit der roten Kappe haben mich voll überzeugt. Schöner Film, und Orlando Bloom ist hier sooo toll! Gott ich hör mich an wie ein Mädchen…mh…okay: Kirsten Dunst sieht gut aus mit dem roten Käppchen, Jungs ;)

8/10

 

Tags: 

Carriers, Memento, Cloverfield, Wall-E, Elizabethtown

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(500) Days Of Summer
von: M_C |  01.11.2009 01:56:42

29.10.2009 @ Metropol Stuttgart

500DaysPoster

So...mh....500 Days Of Summer also...wie soll ich nur anfangen...

Erstmal vielleicht: Warum bekommt dieser Film, im Gegensatz zu z.B. Inglorious Basterds, der vielleicht eine bessere Wertung bekommt, einen eigenen Artikel? Der Versuch einer Antwort: Weil es ein Film ist, der mich schwärmen lässt. Über den ich mich mit anderen lange unterhalten kann. Weil es ein Film ist, wegen dem ich gerade The Smiths höre und der einfach etwas Besonderes ist.

Tom ist gelernter Architekt, hat es aber nur zum Grußkartendesigner geschafft. Er lebt so mit seinen zwei besten Kumpels vor sich hin, außerdem gibt es da noch seine frühreife kleine Schwester, die mehr vom Leben zu wissen scheint als er. Eines Tages lernt er Summer kennen, und er ist sofort in sie verliebt. Was folgt sind 500 tage mit ihr, voller Höhen und Tiefen, und als Zuschauer bekommt man einen Einblick in diese Zeit.

Zuerst einmal ragt hier die Erzählstruktur heraus. Ausgangspunkt ist ein Bild, dass uns den jeweiligen Tag an dem wir uns befinden anzeigt, inklusive einem Baum als Indikator für die Jahreszeit. So beginnen wir bei Tag 4xx, anschließend kommt Tag 1 und so weiter. Immer wieder folgen Sprünge zu anderen Punkten der Beziehung, was auch erzählerisch Sinn macht, allein die Übergänge passen wie die sprichwörtliche Faust auf's Auge. Oft sind auch Verbindungen zu sehen. Wenn es zum Beispiel gut läuft mit Summer strotzt Tom auf der Arbeit nur so vor Kreativität, läuft es nicht will er die gesamte Industrie verfluchen.

Der zweite Punkt, der diesen Film von der Masse abhebt ist die unkonventionelle Geschichte inklusive sehr seltenem Ende. Hier glaubt das Mädchen nicht an Liebe, lässt den Jungen in der Luft hängen. Die kleine Schwester fungiert als Psychologin. Und erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt, wunderbar.

Und dann sind da noch diese Momente. Magisch möchte man fast sagen. Okay, ich tue es. Magische Momente bietet 500 Days Of Summer en masse. Karaoke-Bar-Sessions. Spontane Tanzeinlage im Park (inklusive Disney-Vogel). Diskussionen über den Lieblings-Beatle. The Smiths als gemeinsame Musikgeschmacksgrundlage. Alles Momente, in denen man einfach glücklich ist, lächelt oder seufzt. Grandios bebildert, super gespielt und immer passend.

Mitfühlen kann man, wenn man nicht komplett unsentimental und gefühlskalt ist, eigentlich immer. Trauer, Freude, alles hin und her, und doch bleibt alles nachvollziehbar. Und doch ist der Streifen sich nicht zu schade, auch mal eher schmutzigere Gags zu bringen. Auch Anspielungen findet man, wenn man sich ein wenig auskennt, viele.

Und dann noch dieser Soundtrack! Wiederrum zum schwärmen, zum entdecken. Und so passend. Nicht zu weit im Hintergrund, nicht vor der Handlung, einfach perfekt.

Es passt also fast alles zusammen, eine echte Überraschung dieses Kinojahres. Ich bin unentschlossen was es am Ende werden soll. 10/10 sind es nicht, das bleibt Legenden und Lieblingsfilmen vorbehalten.

9,5/10 Punkte kann ich in der momentanen Euphorie aber doch guten Gewissens vergeben. Wird auch so bald wie möglich nochmal geschaut.

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Tags: 

500 Days Of Summer, (500) Days Of Summer, Kino, The Smiths, Rezension

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Filme im... September 09, Teil 1
von: M_C |  04.10.2009 02:47:36

Drei Filme die ich Anfang September gesehen habe, also schon eine Weile her, aber here you go:

Babel

Bierfest

Jay & Silent Bob schlagen zurück

Babel @ ARD

Babel ist ein, übrigens hochgelobter, Episodenfilm von Alejandro González Iñárritu, der bekannt ist durch die Filme 21 Gramm und Amores Perros.

In Babel gibt es vier Episoden:

1.: Die Söhne eines marokkanischen Hirten bekommen ein Gewehr in die Hand, spielen ein wenig damit herum, schießen auf einen Bus - und treffen dabei aus versehen eine amerikanische Touristin. Sie müssen mit den Folgen umgehen, haben Schuldgefühle, werden von der Polizei gestellt, ihr Vater wird auch verwickelt.

2.: Ein Ehepaar (Brad Pitt und Cate Blanchett) macht Urlaub in Marokko, zwischen beiden kriselt es.  Als sie mit ihrer Reisegruppe durch's Land fahren, wird die Frau angeschossen, niemand weiß woher. Die Medien gehen von einem Anschlag aus, es gibt Probleme mit medizinischer Versorgung, dabei kommen sich beide zwangsweise wieder näher.

3.: Eine mexikanische Nanny passt auf zwei Kinder auf, deren Eltern im Urlaub in Marokko sind. Sie nimmt die Beiden mit nach Mexiko auf eine Hochzeit, bei der Rückkehr in die USA gibt es Komplikationen, sie wird für eine illegale Einwanderin gehalten, Chaos.

4.: In Japan hat eine taubstumme Volleyballspielerin Probleme mit ihrer Sexualität, dem Tod ihrer Mutter und ihrer eigenen misslichen Lage. Sie will verstanden werden, aber niemand tut dies so richtig. Zu allem Überfluss kommt auch noch die Polizei und befragt ihren Vater über den unklaren Tod ihrer Mutter, außerdem wurde mit einer Waffe, die einst ihm gehörte, jemand in Marokko angeschossen.

Man sieht wie alle Episoden verknüpft sind, wirklich begegnen tun sie sich jedoch nicht. Für mich liegt es daher nahe, jede von ihnen einzeln zu bewerten bzw zu vergleichen. Die für mich beste Episode ist jene in Japan. Man kann hier wirklich mit dem armen Mädchen mitfühlen, die Szenen kommen - situationsbedingt - ohne viel Dialog aus, was dem Film gut tut. Außerdem gibt es da die überwältigende Szene in einem Nachtclub, der ein einziger Bild- und Tonrausch ist. Leider stimmt hier die schauspielerische Leistung nicht ganz.

Die beiden Episoden in Marokko sind an Dramatik und Intensität kaum zu überbieten, außerdem sind Brad Pitt und Cate Blanchett wirklich gut und überzeugend. Für mich bleibt aber ein etwas fader Beigeschmack, hier hätte man von der Handlung her etwas mehr herausholen können, auch die Bilder haben mich nicht überzeugt. Komische Aufnahmen der Darsteller, Landschaftsaufnahmen ohne Aussage an komischen Zeitpunkten...naja.

Das Geschehen um die Nanny und die beiden Kinder wiederum ist irgendwie komplett belanglos, langweilig, mit komischen Wendungen. Ärgerlich.

Die Prämisse des Films ist grundsätzlich interessant und gut durchdacht: Wir sehen was passiert wenn Menschen sich nicht richtig verständigen und falsch verstehen. Es entstehen Missverständnisse mit teils ausufernden Folgen, dies wird auch eindrucksvoll dargestellt. Meiner Meinung nach wirkt dieser Effekt aber zu sehr konstruiert durch teils sehr irrationale Handlungen, es wird alles ein wenig wackelig hingeschustert. Auch teils große Längen, vor allem verursacht durch die Mexiko-Episode, stören den Filmgenuss.

Eine gute Grundidee also, das Gerüst steht aber nicht ganz sattelfest, an den falschen Punkten hapert es. Nur verschachtelte Erzählweise mit großem, übergeordnetem Gedanken reicht mir einfach nicht.

6,5/10 Punkte Filmstarts.de-Kritik: 10/10     Bei filmszene.de: 9/10

Bierfest @ Pro7

Bierfest ist ein spezieller Fall. Eine der Komödien, die man für ihren bescheuerten Humor, die zahlreich vorhandenen Kalauer und die platten Alkoholwitze verbieten sollte.

Aber, Jungs (und nur die sind jetzt mal angesprochen, es sei denn ihr seid weiblich und trinkt mehr als einen Liter Bier pro Woche), mal ehrlich: Einen Film über zwei Brüder, die auf das Oktoberfest gehen, dort einen geheimen Saufwettbewerb der Nationen entdecken, ein Team zusammenstellen und sich in skurillen Trinkspielen messen, muss man einfach lieb haben.

etwa 20-30 Prozent der Witze sitzen, die Schauspieler sind B-Klasse. Aber, hey es gibt ein paar geile Anregungen´für den nächsten Bierspiel-Abend, und es fließen ne Menge Alkohol und Unter-Der-Gürtellinie-Witze.

Um ihn angedödelt mit den Kumpels anschauen zu können reicht das schon, zu mehr ist der Film aber nicht zu gebrauchen. Mehr will er aber denke ich auch nicht.

4,5/10 Punkte Filmstarts.de-Kritik: 5/10    Bei filmszene.de: 2/10

Jay & Silent Bob schlagen zurück @ Pro7

Kurzer Storyumriss: Jay, ein idiotischer, kiffender Prolet und sein stiller Kumpel Silent Bob hängen wie immer vor dem örtlichen Store rum, gehen zu schlechter Musik ab und verticken Gras. Als sie mitbekommen dass ein Film über sie gedreht wird und deswegen im Internet schlecht über sie geredet wird, ziehen sie los, um den Dreh zu stoppen.

Der Film ist eine einzige abgedrehte Satire, es gibt Anspielungen auf alle möglichen Filme, es wird sich selbst nicht ernst genommen und es gibt eine Menge toller kleinerer und größerer Gastauftritte, unter anderem von Ben Affleck, Will Ferrell, Sean William Scott, Wes Craven, Matt Damon und Jason Biggs.

Witze auf jedermanns kosten werden gemacht, so wird zum Beispiel Jason Biggs nur der "Kuchenficker" genannt oder Ben Affleck und Matt Damon reden über Good Will Hunting.

Die Stars bleiben hierbei aber zu jeder Zeit Jay und Bob. Jay ist so herrlich debil und Bobs philosophische Ausbrüche, wenn er denn mal redet, sind genial.

Ein genialer Trip ohne Verschnaufpause, mit großartigem Humor aller Facetten und wahren Worten. Zitat: "Das Internet ist eine weltweit genutzte Kommunikationsplattform, in der Leute über Filme motzen oder sich 'ne Menge Pornos reinziehen."

Klare Empfehlung, Anschauen!

8/10 Punkte Filmstarts.de-Kritik: 7/10   Bei filmszene.de: 7/10

 

Tags: 

Babel, Jay und SIlent Bob, Bierfest

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