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Film und Fernsehen

Autor: M_C
Bewertung: 6,00 | 2 Stimmen
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Filme im... August 09, Teil 1
von: M_C |  30.08.2009 03:34:22

Der August begann für mich mit einem Kinobesuch und zwei Filmen aus dem guten alten Fernsehen

Maria, ihm schmeckt’s nicht

Smokin’ Aces

Solange du da bist

Maria, ihm schmeckt’s nicht @ Rex Filmpalast, Pforzheim

Nicht zum ersten Mal hatte ich es hier mit einer Buchverfilmung zu tun, ohne die Vorlage auch nur ansatzweise zu kennen. Vielleicht aber auch okay so, mir wurde geflüstert dass das Buch, im Gegensatz zum Film, im Episodenformat geschrieben ist, also ein Vergleich die Bewertung des Films eh nur erschwert hätte.

Der Streifen mit dem komisch anmutenden Titel ist eine so genannte „Culture-Clash”-Komödie, soll bedeuten dass vor allem die sich bei aufeinanderprallenden Kulturen ergebenden Situationen für die Lacher herhalten. In diesem Fall wären da italienisches Temperament, Heimatverbundenheit und Sprachbarrieren aufseiten von Sara und ihrer Familie; und deutscher Ordnungssinn und „Spießbürgertum” bei Jan und seiner Sippe.

Jan und Sara wollen heiraten, und da dem lieben Papa der Braut nicht widersprochen wird, findet die Zeremonie inklusive Drumherum im süditalienischen Heimatdorf des Clans statt.

Aus dieser Grundsituation entspinnt sich dann eine Komödie, die einiges gut und nett macht, über den Status der „netten Komödie” aber eben nicht herauszukommen vermag. Natürlich gibt es den üblichen „Deutscher spricht italienisches Wort falsch aus, Gelächter”-Gag, natürlich geht das Paar zwischenzeitlich auseinander. Alles ein wenig vorhersehbar und wenig besonders, aber doch immer wieder mit netten Szenen gespickt.

Diese Lichtblicke werden zum Einen von Christian Ulmen, den ich als Schauspieler und Komiker sehr schätze, vor allem aber von Lino Banfi in der Rolle des italienischen Familienoberhaupts getragen. Er kommt immer charmant und lustig herüber, zum Beispiel wenn er Jans Vater (ein Philosophie-Professor) weismachen will, dass Machiavelli und Freud gute Freunde waren, oder wenn sich bei ihm immer wieder Parallelen zur deutschen Denkweise zeigen.

Mehr wird aber leider nicht unbedingt geboten, es reiht sich weder Knallerwitz an Knallerwitz noch entsteht eine großartig begeisternde Atmosphäre, die etwa das italienische Flair rüberbringen würde.

Bleibt also eine charmante, aber wenig begeisternde Sommerkomödie, die durch die männlichen Hauptdarsteller zu einem Film wird, den man sich ruhig einmal anschauen kann, wenn man nach netter Unterhaltung sucht.

Reicht dann doch für ganze

6,5/10 Punkte    Filmstarts.de-Kritik: 6/10    Bei filmszene.de: 5/10

Bei den nächsten beiden Filmen mach ich’s kurz:

Smokin’ Aces @ Pro7

Schneller, verworrener, abgefahrener Actionfilm mit unglaublich gutem Handlungstwist. Interessante und verrückte Charaktere, die aber, wie o oft bei zahlreichem Aufkommen, (zu) wenig einzeln behandelt werden. Guter, teils derber Humor und einfach eine gut ausgearbeitete, straffe Storyline. Trotz der Straffheit aber noch ein paar unnötige Szenen, die von der Regie und vom Drehbuch anders hätten gelöst werden können, da ich mich nach dem Film doch teilweise fragte, was dieser Handlungsfaden oder jener Charakter nun sollte.  Und nochmal: wirklich toller Twist am Ende!

Da ich Filme dieser Art mag:

7,5/10 Punkte    Filmstarts.de-Kritik: 7/10    Bei filmszene.de: 7/10

Solange du da bist @ ARD

Um es mit den Worten der Nachrichtensprecherin zu sagen, die „Solange du da bist” im Rahmen des ARD-Sommerkinos ankündigte: Ein wirklich süßer Film. Das ist er auch wirklich, Reese Witherspoon ist einfach zum knutschen. Eine für RomComs interessante Storyline ist vorhanden: Mann zieht in ein Haus ein und sieht den Geist einer verunglückten, im Koma liegenden Frau. Nur er kann sie sehen, will ihr helfen, beide kommen sich näher. Die Idee mit dem Geist birgt aber auch reichlich Platz für Logiklöcher (Geist läuft durch Tisch, kann aber darauf sitzen etc), außerdem driftet alles sehr stark ins Romantische-Komödien-Einerlei ab, kommt dort eigentlich nie heraus. Schade für die Idee, die eigentlich soliden Hauptdarsteller und Jon Heder in der Rolle des (positiv) nerdig-ulkigen Geistersehers.

Würde gerne mehr geben, aber

5/10 Punkte     Filmstarts.de-Kritik: 6/10     filmszene.de: 7/10

 

Tags: 

Maria ihm schmeckt's nicht, Solange du da bist, Smokin Aces

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Filme im...Juli, Teil 2
von: M_C |  06.08.2009 14:29:58

Nachdem die Kinobesuche abgehandelt wurden, hier nun die Filme von der Scheibe:

Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street

Brügge sehen…und sterben? (In Bruges)

Sieben Leben (Seven Pounds)


Sweeney Todd @ DVD, englisches original mit englischen UT

Bei Sweeney Todd handelt es sich um eine Musicalverfilmung, also wird auch hier viel gesungen.

Die Besetzungsliste liest sich schonmal sehr gut, Johnny Depp in der Hauptrolle, helena Bonhem Carter, Alan Rickman und auch Sacha Baron Cohen wären da zu nennen. Alle Darsteller überzeugen sowohl vom schauspielerischen als auch von Gesangstalent, besonders hervorzuheben ist Johnny Depp in der Rolle des verbitterten, auf Rache gesinnten Barbiers Sweeney Todd.

Dieser kehrt nach einiger zeit nach London zurück, um sich am Richter Turpin zu rächen, der ihm damals seine Frau und seine Tochter nahm.Er entschließt sich, einen Barbiersladen aufzumachen. Dort wird aber hauptsächlich nicht rasiert, sondern aufgeschlitzt. Die leichen werden dann von seinem weiblichen Compagnon, Mrs. Lovett, zu leckeren Fleischpasteten verarbeitet.

Die Stimmung des Films ist sehr düster, das alte London ist sehr dreckig und dunkel dargestellt, mit wenigen Farben. Neben den Schauspielern können auch die Songs und die Musik allgemein überzeugen, echte Ohrwürmer sind zwar nicht dabei, aber doch alles sehr angenehm zum hören.

Hinzu kommt noch eine spannende Handlung, die in einem furiosen Finale endet. Für Musical-Fans und für Johnny Depp-Fans besonders empfehlenswert, aber auch sonst ein wirklich toller Film. Hier scheint wirklich fast alles zu stimmen.

9/10 Punkte     Filmstarts.de-Kritik: 10/10      Bei filmszene .de: 8/10

In Bruges (Brügge sehen…und sterben?) @ DVD, englisches original mit englischen UT

In Bruges (ich verwende hier mal den Original-Titel) ist eine kauzige, schwarzhumorige (Action-)Komödie.

Ray (Colin Farell) und Ken (Brendan Gleeson), zwei Auftragskiller, werden in das idyllische, aber langweilige Brügge versetzt. Ken genießt die Kultur, Ray datet lieber Frauen, beleidigt Touristen und kokst mit Zwergenschauspielern, auch um über seine Komplexe hinwegzukommen. Irgendwann kommt ein Anruf vom cholerischen Chef Harry (Ralph Fiennes), ray solle wegen dem verkorksten letzten Auftrag aus dem Weg geräumt werden.

Soweit kurz die Handlung, hört sich bis auf die koksenden Zwereg ganz normal an, ist aber absurd und tiefgründig lustig. Die Charaktere sind allesamt sehr extrem. Colin Farrell als cooler Draufgänger mit ziemlich großem psychischen Problem. Brendan Gleeson als kulturinteressierter, treuer Kollege. Ralph Fiennes als komplett bekloppter, chronisch wütender Chef. Und natürlich Jordan Rentice als schauspielernder Zwerg, mein persönlicher Favorit.

Herausragend sind die durchgehend brillianten Dialoge, zum Besipiel wenn bei einer Schießerei ausgemacht wird, dass einer weglaufen soll, der andere darf hinterherlaufen, dann wird aber noch eine Wegbeschreibung gebraucht. Oder wenn es “philosophisch” wird und nach einer Runde Koks ein Krieg zwischen allen Schwarzen udn Weißen angekündigt wird.

Zu beginn noch ruhig und komisch, mit schönen Bildern von Brügges Altstadt, nimmt der Film gegen Ende Fahrt auf, wird zwischendrin kurz fast schon tragisch und natürlich spannend.

Wieder so ein Film, dem ich bis auf ein paar Szenen oder Charakteren, in denen noch mehr Potenzial vorhanden gewesen wäre, nicht viel vorhalten kann.

8,5/10 Punkte    Filmstarts.de-Kritik: 8/10   Bei filmszene.de: 9/10


Seven Pounds (Sieben Leben) @ DVD, englisches original mit englischen UT

Hollywood-Liebling Will Smith in einer sehr ernsten Rolle. Sein Charakter will das Leben von sieben Menschen, die nichts miteinander zu tun haben außer Problemen im leben, verändern, verliebt sich dabei auch in eine Frau und am Ende wird alles ganz dramatisch.

Zu Beginn lässt einen der Film komplett im dunklen, man wird eigentlich wenig an eine Handlung herangeführt. Außerdem komtm die “Wendung”, wenn man sie denn so nennen will, erst eine halbe Stunde vor Schluss, ab da ist erst eine genaue Richtung zu erkennen.

Will Smiths Charakter bleibt sehr undurchsichtig (Was will er? Warum das alles?), schwankt zwischen hilfsbereitem, alles könnendem Superman und kaputtem, psychischem Wrack. Das kommt unglaubwürdig rüber, ist aber von Smith ganz gut dargestellt.

Er ist es auch, der den Film ganz allein trägt. Das muss er auch, denn seine Figur ist die zentrale Figur, die Nebencharaktere sind meiner Meinung nach zu wenig ausgearbeitet, von einigen hätte ich gerne viel mehr gesehen (Stichwort Blinder Telefonauskunft-Mann!).

In seinen gefühlvollen Szenen weiß der Streifen durchaus zu gefallen, in den konstruiert wirkenden lockeren, zwanghaft lustigen momenten eher weniger. Das Ende ist dann stark, wohl aber mit ein wenig viel Pathos, inszeniert, ich für meinen teil habe es aber schon früh kommen sehen.

Reicht dann leider auch nicht mehr ganz um das Ruder herumzureißen. Potential ist da, man verbleibt aber mit gemischten Gefühlen nach dem Film. Man wird irgendwie schon berührt, es gibt aber doch zu viele Ärgernisse.

6/10 Punkte    Filmstarts.de-Kritik: 5/10    Bei filmszene.de: 8/10

 

Tags: 

DVD, Film, Rezension, Sweeney Todd, Brügge sehen...und sterben?, Sieben Leben,

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Filme im… Juli 09, Teil 1
von: M_C |  03.08.2009 01:43:02

Der Juli wird diesmal in zwei Teile aufgesplittet, zuerst gibt’s Die Filme, die ich im Kino genießen durfte:

Brüno

und

Hangover

Büno @ Ufa-Palast Stuttgart

Der neue Film von Sacha Baron Cohen also, der schon mit Borat aufgetrumpft hatte. Diesmal dreht sich der Film aber nicht um einen sexistischen, rassistischen, kasachischen Reporter, sondern um ein stockschwulen österreichischen Moderator. Dieser zieht in die USA um “der berühmteste schwule Österreicher seit Schwarzenegger zu werden”.

Das Grundprinzip scheint 1:1 von Borat übernommen zu sein. Zu Beginn wird das Leben in der Heimat gezeigt, dann geht’s inklusive Begleiter nach Amerika, wo allerlei Amis verarscht werden und teilweise brüllend komisches, teilweise Sorgen bereitendes gezeigt wird.

Was ist nun das Alleinstellungsmerkmal von Brüno? War der Humor in Borat mehr in Richtung Politik und Amerika im Allgemeinen gerichtet, geht es hier 90% in Richtung Homosexualität. Herumwedelnde Penise, Sexpraktiken mit kleinen Asiaten, Dildoangriffe und vieles mehr werden hier gezeigt. Teils wirklich sehr heftig, nicht jedem wird so etwas gefallen.

Auch die Kritik an der amerikanischen Gesellschaft kommt nicht zu kurz. So blieb mir zum Beispiel das Lachen fast im Halse stecken als Eltern ihre Kinder sogar mit Feuer und sonstigem in Berührung kommen lassen würden um an einen Werbevertrag für den Nachwuchs zu kommen. Ob diese ganzen Sachen nun gestellt waren oder wirklich so vorgefallen sei mal so da hingestellt und wird vom Produktionsstudio auch bewusst nicht gesagt.

Der Film setzt Borat in Sachen Krassheit, Absurdität und Schamlosigkeit nochmal die Krone plus Sahnehäubchen auf, kopiertdessen Prinzip aber ziemlich genau. Trotzdem habe ich teilweise Tränen gelacht, mein Humor wurde ziemlich gut getroffen, also

7,5/10 Punkte    Filmstarts.de-Kritik: 7/10       Bei filmszene.de: 7/10

Allerdings würde ich gerne noch die Originalfassung sehen, da Brüno ja deutsch spricht.

Hangover @ EM Stuttgart

Da ist er also, der “Komödienhit des Sommers” usw. Der Trailer hatte auch mich richtig heiss gemacht, also mal reingeschaut.

Ausgangssituation ist klar: 4 Kumpels feiern einen Junggesellenabschied in Las Vegas, haben one hell of a night, und am nächsten morgen haben sie ihre Erinnerung, einen Zahn und den Heiratswilligen verloren, dafür aber ein Huhn, einen Tiger, ein Baby und ein zerstörtes Hotelzimmer zu viel.

Die drei Verbliebenen machen sich dann auf den Weg, die Nacht zu rekonstruieren und den Verschollenen wiederzufinden. Dabei kommt es zu allerlei skurillen Situationen, es wird immer mehr und immer zu den richtigen Zeitpunkten aufgedeckt, bis man am Ende per Fotos endlich Bilder der Nacht sehen darf.

Gags gibt es in diesem Film genug, von den Haudrauf-Witzen mit Genitalien etc bis zu den kleinen Schmunzlern. Nicht jeder sitzt, nicht jeder ist ein riesengroßer Brüller, aber ich habe mich doch den gesamten Film über ganz gut amüsiert.

Den Film aus dem “ganz nett ganz lustig”-Einerlei heben die gut gezeichneten Charaktere, die nicht ganz in die Tiefe gehen, aber doch nicht so stumpf und blass bleiben wie in (leider) den meisten Komödien.

Das reicht leider nicht ganz aus, um in die ganz hohen Sphären der Komödien hervorzustoßen, auch das Ende fand ich ein wenig unspektakulär, aber allein durch das Grundsetting und die Charaktere ist Hangover doch ein Film für einen gelungenen Filmabend oder zur kurzen Unterhaltung.

7,5/10 Punkte    Filmstarts.de-Kritik: 9/10    Bei filmszene.de: 7/10

Hier ist übrigens schon ein zweiter Teil in Planung ;)

 

Tags: 

Hangover, Brüno, Borat, Kino

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Filme im… Juni 09
von: M_C |  20.07.2009 16:46:10

So, auch diesen Monat hab ich wieder ein paar Filme gesehen die mal kurz rezensiert sein wollen, und zwar waren das:

Illuminati – Angels and Demons

Keine Lieder über Liebe

Jungfrau, 40, männlich, sucht…

Garden State


Here we go…

Illuminati – Angels and Demons @ Ufa-Palast Stuttgart

Eine Buchverfilmung, bei der mir schon der Vorgänger (bzw. das Buch eigentlich der Nachfolger) nicht sonderlich gefallen hat. Und hier kommt es noch ein wenig dicker. Von der Handlung will ich nicht groß anfangen, das Buch fand ich eigentlich sogar ein wenig spannender als Sakrileg/Da Vinci Code.

Man merkt dem Film das große Budget an, allerding meiner Meinung nach an den falschen Stellen. Eine bombastische CGI-Kamerafahrt durch einen Teilchenbeschleuniger…Braucht kein Mensch, interessiert keinen. Kameraflüge über den Vatikan..hübsch, braucht der Film aber auch nicht. Allgemein gefiel mir die Kameraarbeit überhaupt nicht, zu komische Schnitte und allgemein. Ein einziges Mal haben mir die Technik und das Prinzip der “großen Bilder” gut Gefallen, und zwar beim “großen Knall” gegen Ende.

Auch mein Lieblingsschauspieler Tom Hanks wirkt viel behäbiger als noch im Da Vinci Code, vielleicht nagt langsam ein wenig das Alter an ihm, ich weiß es nicht, und auch die Synchro hat’s mir ein wenig versaut. Die obligatorische Begleiterin bleibt komplett blass.

Der interessanteste Darsteller, der Assassine, wird gezeigt, auch sein Charakter kurz angedeutet, aber eben nicht mehr, nicht vertieft. Ein weiterer Charakter, der Chef von CERN, der im Buch u.a. auch zur Spannung beiträgt, fehlt komplett.

Lichtblicke sind Ewan McGregor als Camerlengo udn die Erzählweise per Fernsehreporter, was meienr Meinung nach ruhig öfters hätte verwendet werden dürfen.

Hollywood-Kino, das mich enttäuscht hat, teilweise war ich sogar ein wenig gelangweilt.

4/10 Punkte   Filmstarts.de-Kritik: 4/10

Keine Lieder über Liebe @ DVD

Eins vorweg: Der Film hatte schon bevor ich ihn gesehen hatte ein Stein im Brett, dank Jürgen Vogel (Schauspieler), Thees Uhlman (Sänger von Tomte) und Marc Wiebusch (Sänger von Kettcar). Die sind zusammen mit anderen tollen Musikern im Film die “Hansen Band” und haben sogar eine echte Platte aufgenommen, mit Vogel als Sänger, was einfach toll ist (*klick*).

Aber zum Film. Der ist als Dokumentation über eben jene Hansen Band aufgezogen. Tobias Hansen (vom guten Florian Lukas gespielt), dreht diesen Film. Eigentlich, um die Band beim Touralltag zu begleiten. Aber auch, um herauszufinden ob sein Bruder Markus (Vogel) etwas mit seiner Freundin (Heike Makatsch) hatte.

Das ganze spinnt sich natürlich zum großen Beziehungs- und Familiendrama, immer begleitet von der tollen Msuik und Einspielern von den Konzerten der Band in kleinen Clubs.

Große Action, überraschende Wendungen, tolle Kameratechnik oder sonstiges braucht man hier nicht erwarten. Alles bleibt ruhig, alles ist von vornerein klar, alles ist aus Sicht von Handkamera gedreht. Was man aber bekommt sind tolle Dialoge, voll von kontroversen Diskussionen, Weisheiten und Erkenntnissen über die Liebe und das Leben. Hört sich schmalzig an, ist aber doch toll.

Ein Nischenfilm, der, wenn man die Musik mag und sich darauf einlässt, durchaus berührt, ohne ganz große Begeisterung auszulösen.

7,5/10 Punkte   Filmstarts.de-Kritik: 7/10   Bei Filmszene.de: 2/10

28. 6. 09: Jungfrau, 40, männlich sucht @ RTL

Hier mach ich’s mal kurz: Gute Grundidee des 40jährigen Mannes, dessen nerdige Freund ihm mal zum Sex verhelfen wollen. Steve Carrel als der bessere Adam Sandler oder Ben Stile, mein Liebling Seth Rogen in einer weniger überzeugenden Nebenrolle, einige gute Gags,  einige schlechte, Romanze so lala, alles in allem also

5,5/10 Punkte    Filmstarts.de: 7/10   Filmszene.de: 6/10

29. 06. 09: Garden State @ DVD, im englischen Originaltitel

Hier handelt es sich mal wieder um einen Indie-Film, eine dieser kleinen Dramedys à la Juno oder Alles ist erleuchtet, wie ich sie in letzter Zeit so gerne sehe.

Das Drehbuch stammt aus der Feder von Zach Braff, der als JD aus Scrubs bekannt sein sollte. Gleichzeitig führt er Regie und spielt die Hauptrolle, eine echte Energieleistung also. Könnte schief gehen, dem ist aber nicht so, denn Braff zeigt in der Rolle des Andrew “Large” Largeman, dass er richtig gut schauspielern kann.

Andrew lebt allein in Los Angeles, hat seine Familie seit Ewigkeiten nicht gesehen, denn er ist zerstritten mit seinem Vater. Doch als der eines Tages anruft und Andrew über den Tod seiner Mutter informiert, kehrt dieser in seine alte Heimat zurück.

Dort trifft er alte Freunde wieder, allesamt verrückte, aber sympathische Charaktere, feiert Partys und lernt schließlich Sam kennen. Sam, gespielt von der zauberhaften Natalie Portman, ist eine aufgeschlossene, immer lächelnde junge Frau. Dank ihr löst sich Andrew, der aufgrund bestimmter Ereignisse uns Verwicklungen innerlich versperrt zu sein scheint, aus seiner Lethargie, und eine zum Glück überhaupt nicht kitschige Liebesgeschichte entfaltet sich.

Es geht aber in erster Linie nicht um die Liebe, sonderm darum, was man aus seinem Leben machen sollte, und wie man mit allem umgehen sollte. Dies wird mit skurillen Charalteren, komischen Situationen, zwei guten Hauptdarstellern und einem hervorragenden Soundtrack begleitet.

Vorhalten kann ich, subjektiv gesehen, dem Film, dass er zu schnell vorbeigeht. Nacg 98 Minuten kommt das Ende, und ich fragte mich erstmal “Huch, ist doch noch gar nicht so viel passiert”. So lebt der Film also nicht unbedingt von der Handlung, aber vom Gesamtbild, dass durch die vorhin genannten Faktoren und die Grundbotschaft und -Stimmung entsteht.

8,5/10 Punkte    Filmstarts.de-Kritik: 10/10    Bei Filmszene.de: 9/10

 

Tags: 

Illuminati, Keine Lieder über Liebe, Jungfrau, 40, Garden State

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