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Megastar der Volksmusik

Autor: Netty
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Margot Hellwig ist die Tochter von Maria Hellwig. Beide sind Megastars der Volksmusik.

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Megastar der Volksmusik
von: Netty |  05.10.2008 21:04:27

Auf zum Kufsteiner Wirt!

Oder

Mal nicht nur im Fernsehen

 

Margot Hellwig jodelte und sang vor begeistertem Publikum im Nauener Volksgarten

Annett Lahn

Nauen

„Bitte einhängen und schunkeln. Auf geht es zum Kufsteiner Wirt“, hieß es am Sonntag im Nauener Volksgarten. Die Aufforderung kam von Margot Hellwig. Begeistert ließen sich die über 70 Gäste vom Megastar der Volksmusik in die heile Welt der Berge, nach Tirol und an den Wolfgangsee entführen.

Zu Beginn des volkstümlichen Abends brachte die weniger bekannte Entertainerin Cornelia Walnsch das Publikum mit beliebten Schlagern in Stimmung. Sie sang die großen Hits wie „Aber bitte mit Sahne“ oder „Mit 66 Jahren“ von Udo Jürgens und trällerte im kleinen Schwarzen „Die Gefühle haben Schweigepflicht“ von Andrea Berg. Als die große Dame der Volksmusik im schneeweißen Dirndle den Saal betrat, verschwand die Blondine aus dem Vorgramm hinter den Reglern und kümmerte sich um den optimalen Ton. Margot Hellwig ist  ein Profi und riss das überwiegend ältere Publikum sofort mühelos mit. „Lassen Sie uns miteinander die schönsten Volkslieder singen“, kündigte der Star an und ein Medley aus „Im Frühtau zu Berge“, „Das Wandern ist des Müllers Lust“ und „Sah ein Knab´ ein Röslein stehen“ zum Besten.  Ihr Repertoire reicht von volkstümlichen Liedern, Volksliedern, Jodlern über Operettenmelodien, Klassik bis hin zu populären Musicalhits.

In Nauen holte sie bekannte Operettenmelodien wie „Zwei Herzen im Dreivierteltakt“ von Robert Stolz aus ihrem musikalischen Reisegepäck. Unterwegs ist die agile 67-Jährige noch immer sehr häufig. Beim Kurzinterview in der Garberobe berichtete sie, vom frühen Start um fünf Uhr morgens in München. Nachmittags stand ein Auftritt in Stechow an. „Danach hatte ich einen Durchhänger, aber jetzt geht es wieder“, gibt sie offen zu. Im Havelland sei sie schon häufig aufgetreten. Neben dem netten Publikum schätzt sie besonders die Seen, die es in ihrer bayrischen Heimat nicht in dieser Vielzahl gäbe. Zudem bedauerte die Sängerin, dass sie trotz unpolitischer Text nie vor der Wende in den neuen Bundesländern auftreten durfte. „Wir bekamen keine Erlaubnis. Die DDR-Führung hatte Bedenken.“ Heute sei es ein „großer Segen“ überall singen zu dürfen. Dass der Saal diesmal nicht ganz so voll war, bedauerte Margot Hellwig. „Eine Reisegruppe mit 40 Leuten hat abgesagt, aber man muss immer sein bestes geben.“ Im Osten und Westen hätten die Leute zudem weniger Geld in der Tasche. „Nach der letzten Spritpreiserhöhung, merkte man das deutlich. Viele sparen und sehen sich lieber die Fernsehsendungen an“, erklärte die Sängerin und zweifache Großmutter. Wenn sie nicht in die Fußstapfen ihrer ebenso berühmten Mutter Maria Hellwig getreten wäre, würde sie gern als Kindergärtnerin arbeiten. Von ihren beiden Enkeln berichtete sie auch dem Publikum im Volksgarten und sang mit heller Stimme das Lieblingslied der 2003 geborenen Olivia „Wenn ich ein Glöcklein wär´“. Das Publikum applaudierte lang, pfiff,  sang mühelos mit und war an diesem Abend sehr froh, dass der Fernseher ausgeblieben war.

 

Zur Peron

 

Margot Hellwig ist ein Kind der Berge und kam am 5. Juli 1941 als Tochter von Maria und Sepp Fischer in Reit im Winkel zur Welt.

Mit acht Jahren nahm sie Klavierunterricht und studierte in München Gesang.

Die Liebe zur volkstümlichen Musik entdeckte sie bei ihrer „Mami“. Bereits in den 50er Jahren wurde Maria Hellwig als bayrische Jodelkönigin und Volkssängerin gefeiert.

Als Solistin ist Margot Hellwig seit 1989 unterwegs.

Ihr erstes von insgesamt zehn Soloalben erschien 1991 bei Polydor und heißt „Lieder von Herz zu Herz“.

Am liebsten stellt sie ihr musikalisches Können Live auf der Bühne unter Beweis.

Heute zählt die Sängerin zu den erfolgreichsten und vielseitigsten ihre Branche, ist regelmäßig Gast bei Funk- und Fernsehsendungen, veröffentlichte 170 Tonträger, sang über 800 Lieder ein und absolvierte weltweit über 12.500 Auftritte.

Mit Ehemann Arthur lebt sie seit über 50 Jahren in München.

 

Tags: 

Hellwig, Musikantenstadl, Volksmusik, Nauen, Volksgarten, Udo Jürgens

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