Die Autorin:
Brigitte Riebe (Brigitte Bögle; * 1953 in München)
ist eine deutsche Schriftstellerin. Brigitte Riebe arbeitet als
Schriftstellerin unter ihrem Namen, früher (bei Krimis) gelegentlich
auch unter dem Pseudonym Lara Stern. Nach dem Abitur studierte Brigitte
Riebe Geschichte, schloss das Studium mit der Promotion ab und arbeitete
anschließend als Lektorin bei bekannten deutschen Verlagen. Brigitte
Riebe ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann in München. Im Jahre
1992 publizierte sie bei Goldmann ihren ersten Kriminalroman "Nix
Dolci", in dem sie als Protagonistin die Juristin Sina Teufel schuf,
die seither in verschiedenen Kriminalromanen der Autorin als Heldin
auftaucht. 1999 veröffentlichte sie den achten Kriminalroman „Liebeslang“
aus der Reihe der Sina-Teufel-Krimis, in dem sie sich von ihrer
Titelfigur verabschiedete. Einer ihrer Sina-Teufel-Romane wurde
unter dem Titel „Inzest“ im Jahr 1996 für ProSieben verfilmt. Neben
ihren Kriminalromanen hat Brigitte Riebe auch zahlreiche Frauenromane
publiziert. Ihr Themenschwerpunkt liegt seit einiger Zeit auf dem
historischen Roman.
noch andere Bücher von ihr:
Palast der blauen Delphine (1994)
Eine Katze namens Moon (1997)
Pforten der Nacht (1998)
Schwarze Frau vom Nil (2000)
Isis (2001)
Straße der Sterne (2003)
Die sieben Monde des Jakobus (2004)
Die Hüterin der Quelle (2005)
Liebe ist ein Kleid aus Feuer (2006)
Klappentext:
"Nach dem Tod ihres Mannes muss die mittellose
junge Witwe mit ihrem Sohn nach 'Genf zu Verwandten ziehen. Doch
hier kann die Katholikin ihren Glauben nur heimlich leben, die orthodoxen
Calvinisten everfolgen Mitte des 16. Jahrhunderts jeden Abtrünnigen.
Aber Clara ist stolz und mutig genug, um der Stimme ihrres Herzens
und ihrem Glauben zuf olgen. Sie wagt die Pilgerreise ins ferne
Santiago de Mompostela, begleitet von ihrem Sohn und dem Ring ihres
verstorbenen Mennes, der sie wie ein Amulett zu beschützen
scheint. Am Ende des Weges wartet nicht nur das Grab des Apostels
Jakobus auf sie, sondern sie hofft auch, die Spur der weit verzweigten
Familie ihres Mannes zu finden, deren Geschichte viele Generationen
zuvor in Spanien ihren Anfang nahm...."
Mein Inhalt:
Sie erlebt
in der Schweiz schlimme Sachen, da werden Menschen erschlagen, geköpft,
aufgehängt, Abtrünnige verfolgt und oft in den Tod getrieben.
Clara und
ihr Sohn, dem sie den Namen Jakob gegeben hatte, besucht heimlich
Gottesdienste. Sie wohnt bei der Familie der Schwester ihres verstorbenen
Mannes, dessen Inventar aus seiner Druckerei sie dem Schwager überlassen
hatte, um Teilhaberin seiner Druckerei zu sein. - Er betrügt
sie jedoch und letztendlich bekommt sie von den ganzen Einnahmen
die ihr eigentlich zugestanden hätten, gar nichts. - Ihr Schwager
versteht es nämlich, Jakob des Mordes an seiner Tochter zu
verdächtigen, Jakob sieht dem Henker entgegen, da interveniert
Clara beim Henker und erreicht, dass er Jakob mit ihr flüchten
lässt. So flieht sie, nur mit ihrem Sohn Jakob, und ein paar
wenigen Münzen, die ihr ihre Schwägerin heimlich zukommen
gelassen hatte.....
Und sie
macht sich auf den Weg nach Spanien, sie möchte das Grab bes
Jakobus besuchen; unterwegs begegnet sie einigen hilfsbereiten Menschen
und erlebt zahlreiche Abenteuer und auch gefährliche Situationen,
meistert aber alle, nicht zuletzt durch die Hilfe ihrer Begleiter....
abschließendes Wort:
Die
Handlung spielt ca. 300 Jahre nach den Begebenheiten, , die in ihrem
Buch *Straße
der Sterne* geschildert werden.
Auch
dieser Roman ist wieder sehr spannend und schön geschrieben,
teilweise basierend auf wirklicher Geschichte, aber natürlich
ausgeschmückt mit Personen und Einzelheiten, die die Autorin
erfunden hat.
Und
wie auch in allen ihren Romanen ist im Anhang der wahre geschichtliche
Hintergrund ausführlich erklärt.
U.a.
auch diese Stelle, ich zitiere sie, weil dieser Sachverhalt nicht
so bekannt sein dürfte:
Auszug:
"Kinderhexen
Das Phänomen der "Hexe" ist Thema zahlreicher
Romane, und auch in der historischen Forschung nimmt es mittlerweile
einen beachtlichen Raum ein. Inzwischen gibt es auch zahlreiche
feministische Ansätze dazu, die mal mehr, mal weniger erhellend
wirken. Wahr ist, dass sich die Hexenverfolgungen des Spätmittelalters
und der frühen Neuzeit in erster Linie gegen Frauen richteten. Weniger
bekannt ist, dass besonders gegen Ende des 16. Jahrhunderts und
zu Beginn des 17. Jahrhunderts immer mehr Kinder als "Hexen" bezeichnet
wurden und zu den Opfern der Verfolgung gehörten. Ebenfalls vielen
neu dürfte der beachtliche Anteil von Jungen in dieser Gruppe sein.
Die "Lex Carolina" von 1552 entschied, dass Diebe, die weniger als
vierzehn Jahre zählten, nicht zum Tod verurteilt werden duften.
Bei Zauber- und Hexereidelikten dagegen, die als Verbindung mit
diabolischen Kräften als Gottesschändung und damit schwerstes aller
Verbrechen galt, ging man gegen kleine Kinder - manche von ihnen
gerade erst drei Jahre! - ebenso hart und brutal vor wie gegen Erwachsene:
Sie mussten mit der Todesstrafe rechnen und konnten froh sein, wenn
sie nicht bei lebendigem Leib verbrannt, sondern "nur" gehängt wurden……….."