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Verantwortlich und fair
Es geht um Klimaschutz, ökologisches Handeln und soziale Verantwortung im Alltag. Bildquelle: Egon Häbisch / Pixelio.de |
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| Natürlich bin ich für erneuerbare Energien - aber bitte nicht bei mir!
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von: Caillin |  20.01.2010 10:11:46
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Manchmal ist das Leben schon amüsant. Während alle von Klimawandel reden, werden wir plötzlich vom Winter überrascht, und prompt werden wir zu Hamsterkäufen aufgerufen. Überraschenderweise ist aber bisher noch keiner, der sich nicht daran gehalten hat, verhungert. Man sollte jetzt aber nicht den Fehler machen, die Klimaveränderungen zu relativieren, nur weil es wieder einmal ordentlich kalt und verschneit gewesen ist. Denn auch wenn man bei Erderwärmung zunächst einmal an eine Temperaturerhöhung denkt, geht es dabei auch und vor allem um Schwankungen und unangenehme Ereignisse wie Stürme und Überschwemmungen.
Die meisten Menschen haben den Ernst der Lage inzwischen aber erkannt und satteln brav auf Energiesparlampen um, kaufen sich Steckdosenleisten mit Kippschalter und steigen auf Ökostrom um. Gut, dass sich manche dabei für Anbieter entscheiden, die nur Zertifikate einkaufen, aber nicht selbst in neue Anlagen zur Stromversorgung mit erneuerbaren Energien investieren, ist nicht ideal, aber darüber kann man noch hinweg sehen. Global betrachtet ist das ja gar nicht so schlecht, denn wenn Zertifikate stärker angefragt werden, dann müssen die Anbieter auch neue Wasserkraftwerke, Solarzellen oder Windräder errichten. Die stehen dann zwar im Ausland und kurbeln unsere Wirtschaft nicht an, aber das ist besser als nichts. Ideal wäre natürlich ein Anbieter für "echten" Ökostrom, also einer, der selbst in erneuerbare Energien investiert, wie etwa GreenpeaceEnergy oder Naturstrom. Die meisten, die über die Unterschiede Bescheid wissen, entscheiden sich auch für einen dementsprechenden Versorger.
Nun könnte man meinen, wir sind auf einem guten Weg und nehmen den Klimaschutz ernst. Wer die Medien ein wenig verfolgt, wird aber leider feststellen, dass dies nur so lange gilt, bis entsprechende Anlagen in unserer Umgebung entstehen sollen. Derzeit werden immer wieder Bürgerinitiativen gegründet, um geplante Windkraftanlagen oder großflächige Solarmodule sowie Biogasanlagen zu verhindern. Bei letzteren kann man natürlich auch mit dem Geruchsfaktor argumentieren, da ist es fats noch verständlich, dass man diese nicht in der Nähe haben möchte. Bei den ersten beiden geht es aber vor allem darum, dass man sich seinen schönen Ausblick nicht verbauen lassen möchte, also eigentlich um blanken Egoismus. Sollen doch andere auch Windkrafträder schauen, so lange wir weiterhin freie Sicht auf Wald und Wiese genießen können. Man könnte ja noch mehr Verständnis aufbringen, wenn für die Anlagen Wälder abgeholzt werden sollen oder dergleichen. Meist entstehen sie aber auf ohnehin brach liegenden Flächen. Jeder, der Ökostrom gut findet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass dieser auch irgendwo erzeugt werden muss. Und je mehr die Nachfrage steigt, desto mehr Anlagen zur Stromerzeugung werden benötigt. Es ist also nur schwer nachzuvollziehen, wie man einerseits einen Vertrag mit einem Ökostromanbieter abschließen kann und andererseits gegen Windräder in der Nähe protestiert.
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Tags: Solar, Windkraft, Strom, erneuerbare Energien
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| Alles zu teuer? Von wegen
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von: Caillin |  15.05.2009 15:41:39
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Es heißt ja immer, ökologisch und fair einzukaufen sei einfach zu teuer. Das stimmt so nicht. Inzwischen bieten selbst Discounter nicht nur Bioware, sondern auch fair gehandelte Produkte an. Bei Penny gibt es zum Beispiel Bananen und Schokolade auch in der fair gehandelten Variante. Und um die Umwelt zu schonen, muss Gemüse und Obst nicht zwingend biologisch angebaut sein. Auch wer auf die Herkunft achtet und Salat aus Deutschland welchem aus dem Ausland aufgrund der kürzeren Transportwege vorzieht, tut einiges für die Umwelt und somit das Klima. Jeder sollte für sich entscheiden, wie sehr er beim Einkauf auf Herkunft und Produktion der Ware achtet. Jemanden zwingen zu wollen, hat ohnehin keinen Sinn. Mein Anliegen ist es daher vielmehr, aufzuzeigen, dass verantwortlicher Konsum zumindest teilweise ohne lange Wege und großen Aufwand möglich ist. Ein Beispiel hierfür ist mein heutiger Einkauf bei Penny: Pflücksalat, zwar nicht bio, aber immerhin aus der Region für 0,99 €, eine Biogurke für 0,88 €, vier große Biobananen, ausgezeichnet mit offiziellem Fairtrade-Siegel 1,30 € und eine Tafel Fairtrade-Schokolade für 1,29 €. Das ergibt zusammen gerade mal 4,46 €, was ich persönlich keineswegs als zu teuer empfinde. Wenn ich im Bioladen einkaufe, sieht das zugegebenermaßen etwas anders aus. Da lasse ich meist etwas mehr Geld liegen. Das liegt aber auch daran, dass ich mich dort oft mir Fertiggerichten eindecke. Diese nutze ich zwar sehr selten, da ich lieber selbst koche. Hin und wieder muss es bei mir aber eben doch recht schnell gehen und bin froh, wenn ich eine Fertigsoße daheim habe. Der Vorteil an der Biovariante ist, dass dabei keine künstlichen Aromen verwendet werden. Außerdem verzichten Biohersteller auf Geschmacksverstärker, inklusive Mononatriumglutamat, auf das immer mehr Menschen - mich eingeschlossen - allergisch reagieren.
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Tags: einkaufen, bio, öko, fair
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| Öko ist in
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von: Caillin |  15.05.2009 13:50:23
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Trends gibt es viele, manche sind lächerlich, manche interessant, andere innovativ oder verrückt. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam - sie haben nur eine sehr begrenzte Lebensdauer. Das ist es, was mich am derzeitigen Ökotrend stört - er könnte nicht von Dauer sein. Irgendwann werden andere Themen kommen und bei vielen die guten Klimaschutzvorsätze ebenso in Vergessenheit geraten lassen wie der Neujahrskater die guten Vorsätze vom Silvesterabend. Dabei wäre es wichtig, dass Klimaschutz nicht nur ein zeitweiliges Thema ist, sondern zu einem dauerhaften Anliegen der Menschen gehört, zu dem alle bereit sind, ihren Teil beizutragen.
Ähnlich sieht es mit der modernen Form der Sklaverei aus, der Ausbeutung von Arbeitskräften zwecks Vermarktung diverser Artikel weit unter Wert. Dabei handelt es sich leider nicht nur um einen Trend, sondern um eine dauerhafte negative Entwicklung. Derzeit wächst das Angebot an fair gehandelter Kleidung stetig. Die Zeiten, in denen Fairtrade-Mode gleich bedeutend war Hippie-Look sind längst vorbei. Derzeit ist die Nachfrage da - und je mehr sie wächst, umso attraktiver werden sozialverträgliche Produkte für den Verbraucher. Doch wenn der aktuelle Trend vorüber und durch einen anderen ersetzt ist, könnten die Produktionsbedingungen bei der Kaufentscheidung der Kundenmehrheit bald wieder eine sehr untergeordnete bis nicht existente Rolle spielen.
Bleibt also nur zu hoffen, dass beim derzeitigen Öko- und Fairtrade-Trend möglichst viele Konsumenten von einem Nebeneffekt aller Trends erfasst werden. Es gibt immer einige, die einem Trend noch anhängen, wenn er schon längst keiner mehr ist. In diesem Fall wäre das mehr als wünschenswert.
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Tags: öko, bio, fair, fairtrade, Klimaschutz
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