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Von Poesie bis Porno
Die Muse der Dichtkunst küsste mich. Die folgenden Texte sind die Frucht unserer heißen Begierde |
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| Die Krone der drei Tugenden
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von: Florian |  13.04.2009 09:58:24
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Die Krone der drei Tugenden
Einst lebte ein König, der war alt und
gebrechlich. Er sah die Zeit gekommen einen Nachfolger zu benennen. Zu
seinen drei Söhnen sprach er:
„Meine Ämter werde ich nicht mehr lange ausführen können. Einer von euch, wird bald den Thron besteigen. Zuvor möchte ich euch eine Aufgabe stellen. Der von euch wird König, der mir die Krone der drei Tugenden bringt. Sie soll den neuen König zieren. Einen Sache, dürft ihr wählen, die euch bei der Suche hilfreich ist.“ Der älteste Sohn hieß Henrik. Er war stolz und mutig, sein Herz war wild von Ehrgeiz zerfressen. Er wählte einen kräftigen Rappen, der ihn schnell an sein Ziel bringen sollte. Henrik schwang sich auf das Pferd, gab ihm die Sporen und ritt davon ohne auch nur einen Blick zurück zuwerfen.
Der zweitälteste Sohn hieß Markus. Er war schlau und gerissen, sein
Herz jedoch war kalt und raffgierig. Er wählte einen Sack voll Gold,
den er als Bündel an einen Stock band. Markus machte sich auf den Weg ohne auch nur einen Blick zurück zuwerfen.
Der jüngste Sohn hieß Frederik.
Er sah seinen Vater an und sprach: „Wie könnte ich euch verlassen, wo
es so schlecht um Euch steht? Ich lege keinen Wert auf den Thron, bitte
erlaubt mir im Schloss zu verbleiben damit ich mich um Euch kümmern
kann. Doch der König erwiderte: „Mein Sohn,sorge dich nicht.
Mache dich auf die Reise und bringe mir die Krone. Welche Sache wählst
du?“ Frederik nahm ein Laib Brot, denn er dachte, sicher würde er
bei diesem Unterfangen Hunger bekommen. Als er sich auf den Weg machte,
wurde sein Herz schwer vor Sorge um seinen Vater.
Der älteste Sohn Henrik peitschte sein Pferd und galoppierte ungestüm
und ohne Rast. Als der Tag langsam dem Abend wich, merkte er, dass er
die Orientierung verloren hatte. Er kam in ein Dorf voll ärmlicher
Hütten, stieg vom Rappen, um nach dem Weg zu fragen. Fordernd schlug er
mit seiner Faust an eine Tür und verlangte Einlass. Ein recht
schaffender Bauer öffnete ihm, erkannte den Prinzen und verbeugte sich.
Ungeduldig fuhr der Prinz ihn an, er suche die Krone der drei Tugenden,
wenn er wüsste in welche Richtung er reiten müsse, so solle er es ihm
unverzüglich sagen. Doch der Bauer sprach mit besorgter Mine: „Gütiger Herr, ich möchte euch um eure Hilfe bitten. Meine Frau ist todkrank und ich konnte
den Acker nicht pflügen. Deshalb ist es mir unmöglich die Steuer zu
begleichen. Würdet ihr mir zu Hilfe kommen und den König bitten mir die
Abgaben zu erlassen?“ Der Prinz geriet außer sich vor Wut über die
Verzögerung seiner Reise und gab dem Bauern eine schallende Ohrfeige.
Er schrie, er habe kein Interesse an seinen Sorgen. Der Bauer war
traurig und erzürnt über diese Reaktion und wies dem Prinzen den Weg in
einen Wald. Dieser war am Tage so dunkel wie in der Nacht. Dort
verirrte sich Henrik und fand keinen Ausweg aus dem Labyrinth stets
gleich aussehender Bäume.
Der
zweitälteste Sohn Markus hatte nicht vor sich auf eine lange Reise zu
machen. Er ging zum alten Haus am Weiher, wo die Magierin des Königs
wohnte. Mit dem Sack Gold, den er auf den er auf den Schultern trug,
wollte er sie bestechen. Sie solle in seine Dienste treten und ihm
durch ihre Zauberkraft zur Krone verhelfen. Auf seinem Weg traf er
einen armen Mann, der am Wegesrand saß und nicht mehr laufen konnte,
weil ihm die Schwäche in die Beine gekrochen war. Er bat den Prinzen um
ein Stück Gold, damit er sich Essen kaufen könne. Schon seit Tagen
hungerte er. Doch Markus lachte ihn aus und spottete: Wie kommst du nur
darauf, dass ich dir helfe? Du bist von niederer Geburt und bist nicht
einmal den Atem wert, den ich gerade verschwende.“ Der Prinz ging
weiter und überließ dem Mann seinem Schicksal.
Am
Haus der Magierin angekommen, klopfte er an die Tür. Eine alte,
zahnlose Frau öffnete ihm. Da sie blind war, erkannte sie den Prinzen
nicht. Dieser war außer sich vor Zorn über ein so ungebührliches
Verhalten und wollte die Alte in den Kerker sperren lassen. Doch dann
besann er sich und schlug ihr einen Handel vor. Er würde sie
verschonen, wenn sie ihm die Krone der drei Tugenden auf der Stelle her
zaubern würde. Er freute sich über seinen Einfall, denn so könne er
seinen Sack Gold behalten und wäre trotz allem als erster seiner Brüder
mit der Krone zurück.Die Alte öffnete den Mund zu einem tonlosen Lachen
und murmelte die Worte:" Bombina variegata!" Dem Prinz wurde unheimlich
, als er zu sprechen ansetzte, kam aus seinem Mund nur ein lautes
quaken. Er wurde in in eine fette, hässliche Kröte verwandelt. Die Magierin verhöhnte den Prinzen und rief ihm zu:"Nun habt ihr das Antlitz, das Eurem Herzen gleich kommt!"
Der
jüngste Königssohn Frederik wanderte durch Wiesen und Felder, über
Berge und Täler, durch Wald und Flur. Er traf auf einen alten Esel..
Der schnaufte furchtbar und konnte sich kaum auf den Beinen halten.
Frederik eilte ihm zu Hilfe und fragte nach seinem Befinden. Der Esel
sprach matt:" Ich bin meinem Meister davon gelaufen, er war nicht gut
zu mir, denn er gab mir nie zu essen" Der Prinz hatte Mitleid und
bot ihm an, seinen Laib Brot mit ihm zu teilen. Als der Esel sich satt
gegessen hatte und wieder bei Kräften war, wollte er dem Prinzen seinen
Dank zukommen lassen. "Gütiger Herr, wohin ihr auch geht, ich werde euch auf meinem Rücken tragen.“
Nach einigen Tagen Wanderung erreichten sie einen großen Berg. Im
inneren des Berges hauste ein furchtbares Untier. Fredrik stieg vom
Esel, um in der Höhle nach der Krone zu suchen. Dort saß ein riesiger
Drache, spieh heiße Feuerschwaden und brüllte ohrenbetäubend. Der Prinz
trat vor, um den Drachen zu bekämpfen. Er zog sein Schwert, das Untier
setzte zum Sprung an. Im letzten Moment fiel es kreischend zurück. Da
erkannte der Prinz, das der Drache an schweren Metallketten mit spitzen
Dornen festgebunden war. Das Ungeheuer musste unglaubliche Schmerzen
erleiden, so entschied Fredrik, es zu befreien. Mit seinem Schwert
zerschlug er die Ketten. In diesem Augenblick knallte es laut,
gleissendes Licht blendete ihn, sodass er die Augen schliessen musste.
Als er sie wieder öffnete, stand anstatt des Ungeheuers ein
wunderschönes Mädchen vor ihm. Sie sank an seine Brust und hauchte:"
Danke, du hast mich befreit. Ich bin eine gute Fee. Ein böser Troll
hat mich in dieses Ungeheuer verwandelt. Nur jemand mit reinem Herzen
konnte mich von diesem Fluch befreien. Du hast es geschafft und zum
Dank werde ich dir einen Wunsch erfüllen." Der Prinz war angetan vom
Anmut dieses Geschöpfs. Darum bat er sie, ihn zu seinem Vater zu
begleiten. Sie ritten zurück zum Schloss des Königs. Der König war
über die Rückkehr seines Sohnes überglücklich. Er schloss ihn in die
Arme und fragte:" Nun sag , hast du die Krone gefunden?" Fredrik sah
seinen Vater traurig an. Die Krone habe er nicht gefunden. Sein Blick
sank zu Boden aus Scham seinen Vater entäuschen zu müssen. Die
Fee und der Esel berichteten dem König von ihrer Rettung durch den
Prinzen. Dieser weinte vor Stolz und sprach:" Mein Sohn, du hast die
Krone der drei Tugenden gefunden. Mut, Mitgefühl und Weisheit hast du
auf deiner Suche bewiesen. Die Krone der drei Tugenden trägst du in
deinem Herzen. Darum verkünde ich, du wirst der nächste König.“
Einige Tage später verstarb der alte König und Fredrik bestieg den
Trohn. Er nahm die Fee zu seiner Frau und gemeinsam regierten sie das
Land mit Verstand und Güte.
Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute, IAAAAAH!
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| Blinde Selbstverständlichkeit
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von: Florian |  14.04.2009 19:27:59
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Blinde Selbstverständlichkeit
Ich arbeite gut, und das Jahr für Jahr Jetzt ist etwas schief gelaufen Mein Chef brüllt mich an, droht mit Kündigung gar Es ist zum davon laufen Es ist selbstverständlich, läuft alles prima Nie wurde ich gelobt Geht etwas daneben, das passiert eben Wird mein Chef gleich rot. Ich liebe ihn, und das Jahr für Jahr Ich koche, ich bügle und gehe einkaufen Doch er sieht nur fern und meckert sogar Es ist zum davon laufen Es ist selbstverständlich, läuft alles prima Nie wurde ich gelobt Doch willst du mal reden, das passiert eben Mein Mann ist ein Idiot Ich spiele gern auf meiner Rockgitarr Ist doch besser als Koks zu schnaufen Doch meinem Paps ist´s zu laut, verbietet´s sogar Es ist zum davon laufen Es ist selbstverständlich, läuft alles prima Solange du nicht tobst Doch spürst du das Leben, das passiert eben Verhängt man dir ein Verbot
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| Aufruf zur Revolte
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von: Florian |  15.04.2009 20:57:22
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Aufruf zur Revolte
Die Welt ist schlecht. Abgestandener Geruch von globalisierter Fäulnis
penetriert die Atmosphäre. Atombomben liegen bereit für den großen
Show-Down. Panzer fressen das letzte Öl. Die Indutrie verätzt mit ihren
Abgasen die Lungen. Wolken sind schwarz, die Ozeane tot. Der Raubtierkapitalismus zehrt den Menschen auf. Prügelt ihn bis
er ausgelutscht am Boden liegt. Einweg statt Mehrweg. Wenn weg, dann
weg. Die soziale Kälte schneidet einem Narben ins Gesicht. Das Vakuum
der Perspektivlosigkeit erfüllt den Raum. Der Sozialismus ist anders.
Allerdings nur die Schreibweise - verarscht wird man da genauso.
Spielplätze werden zubetoniert und als Parkplätze missbraucht. Kinder
sind eine Minderheit, Kollerterarlschäden der Demografie. Wozu
Spielplätze? Keine Zeit mehr zum Spielen. Die 60- Stunden Woche ist die
Notwendigkeit Staatsschulden abzubauen. Kinder haften für ihre Eltern.
Politik gefährdet die Gesundheit. Die Demokratie verkommt.
Irgendwie ist alles nur noch Watte. Die Moral ist sittenwidrig.
Zivilcourage Unwort des Jahres. Anstand eine angestaubte Antiquität.
Das Gewissen purer Luxus. Alle ficken nur noch. Die
Ellenbogengesellschaft verursacht blaue Flecken und die verursachen
unerträgliche Schmerzen. Keiner lacht mehr über den Ernst des Lebens.
Jeder lebt für sich allein. Jeder stirbt für sich allein. So kann es doch nicht weitergehen! Mann müsste was ändern.
Irgendwie was Neues. Noch einmal ganz von vorne anfangen.
Demonstration, Reformation, Revolution - Rottet euch zusammen! Aufruf
zur Revolte! Leider ist diese Gesellschaft geprägt von Ohnmacht,
Feigheit und Dummheit. Wie ist es da möglich die Welt zu verändern?
- Als ich aus der Wohnungstür trat, grüßte mich meine Nachbarin, eine achtzigjährige und wünschte mir einen schönen Tag. -
Also geht doch!
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| Der Traum vom Garten
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von: Florian |  16.04.2009 07:13:08
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Der Traum vom Garten
Oft schaute er aus dem Fenster, aus seiner Wohnung im Plattenbau. Das Farbenspiel begnügte sich im monotonen grau in grau . Der Lärm kam von der Autobahn, den Müll ließ man wieder liegen, Hundekot verseucht den Rasen, ein Fest für Scheißhausfliegen. Ein Ort mit zahlreich bunten Blumen, dort liegt er unter einem Baum. Die Vögel singen, Libellen summen, das war sein Lebenstraum. Heute bekam er seinen Garten, recht bescheiden und auch klein, im Schatten einer Weide, direkt am Urnenhain.
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Tags: Der Traum vom Garten, Friedhof, Lebensende, Alter, Beerdigung, Gedicht, Florian
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